HOME

Stromverbrauch: Hosen runter für die Energiefresser

Bei Kühlschränken oder Waschmaschinen macht sich nicht nur der Kaufpreis im Portemonnaie bemerkbar, sondern auch der Energieverbrauch. Nicht alle Händler weisen ausreichend auf die verstecken Kosten hin. Das könnte sich nun ändern.

An Haushaltsgeräten muss im Handel der Hinweis auf den Energieverbrauch laut einem Gerichtsurteil deutlich sichtbar sein. Eine verdeckte Kennzeichnung etwa auf der Rückseite einer Waschmaschine sei nicht erlaubt, entschied das Landgericht Berlin (Az.: 102 O 97/05).

Geklagt hatte die Deutsche Umwelthilfe gegen die Elektromarktkette Media Markt. Sie hatte bei Testbesuchen in Filialen von Media Markt und Saturn festgestellt, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben zu Energieeffizienz und -verbrauch zum Teil fehlten oder zumindest verdeckt waren.

Media Markt und Saturn gehören zum Metro-Konzern. Umwelthilfe-Geschäftsführer Jürgen Resch nannte die Information über den Energieverbrauch von Haushaltsgeräten "ein wichtiges Instrument für den Klimaschutz und den Geldbeutelschutz der Kunden".

Laut der Verordnung über die Energie-Kennzeichnung müssen zum Verkauf ausgestellte Haushaltsgeräte an der Vorder- oder Oberseite die bekannten farbigen Etiketten zur Kennzeichnung der Energieeffizienzklassen von A bis G und des Energieverbrauchs "deutlich sichtbar und nicht verdeckt" tragen.

DPA / DPA

Wissenscommunity