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Verbraucherschützer: Das Konto und das Klima schonen

Mit einfachen Sparmaßnahmen können Bürger nach Einschätzung von Verbraucherschützern mindestens 20 Prozent ihrer Stromkosten oder 150 Euro im Jahr sparen. Das sei übrigens auch die effizienteste Methode, um das Klima zu schonen.

Glühbirne auswechseln oder Stand-by-Geräte ausschalten: Mit einfachen Sparmaßnahmen können Bürger mindestens 20 Prozent ihrer Stromkosten oder 150 Euro im Jahr sparen. Anlässlich des Weltverbrauchertages am 15. März rief der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) die Bevölkerung auf, schlummernde Stromsparpotenziale zu nutzen. Elektrogeräte in Deutschland müssen künftig Mindestanforderungen erfüllen, um Energie- und Materialverbrauch sowie Schadstoffbelastung zu senken. "Stromsparen ist die einfachste, billigste und effektivste Form, Konto und Klima zu schonen", erklärte dazu Vorstand Gerd Billen.

Verbrauchsindex entwickelt

Der vzbv hat einen Stromverbrauchsindex (SVI) entwickelt, der den Verbrauchern einen Richtwert über ihren individuellen Verbrauch an die Hand geben soll. Er errechnet sich aus der Anzahl der Personen im Haushalt und einer fixen Kilowattstundenzahl. Liegt der eigene reale Stromverbrauch über dem Index, sollte man aktiv werden, rät der vzbv. Als einfache Möglichkeiten zum Stromsparen schlägt der Verband den Austausch von herkömmlichen Glühbirnen durch Stromsparlampen, das Abschalten von Geräten im Stand-by-Betrieb und den Ersatz veralteter Kühl- und Gefrierschränke vor.

"Den Verbrauchern muss in Fleisch und Blut übergehen, dass die Mehrkosten bei der Anschaffung sich unter dem Strich doppelt rechnen", erklärte Billen. Der Verband fordert aber auch EU-Kommission, Bundesregierung, Wirtschaft und Handel auf, stromsparenden Geräten systematisch zum Durchbruch zu verhelfen: "Die effizientesten Geräte müssen ein Optimum vorgeben, das in einem festgelegten Zeitraum von allen anderen Geräten erreicht werden muss", hieß es. Alle schlechteren Geräte müssten dann vom Markt genommen werden.

Mindestanforderungen für Elektrogeräte

Die Bundesregierung setzte unterdessen die sogenannte EU-Ökodesign-Richtlinie in deutsches Recht um. Energiebetriebene Geräte - mit Ausnahme von Fahrzeugen - müssen laut Bundeswirtschaftsministerium künftig bestimmte Mindestanforderungen erfüllen, damit sie die Umwelt schonen. «Dadurch soll der Energieverbrauch gesenkt, der Materialaufwand vermindert und die Belastung mit Schadstoff reduziert werden», hieß es in einer Erklärung des Ministeriums. Das neue Gesetz sei ein Baustein für Klimaschutz und ressourceneffizientes Wirtschaften.

AP / AP

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