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Deutschlands größter Schlachter: Tönnies tötet die Veggie-Wurst

Deutschlands größter Fleischkonzern hat keine Lust mehr auf fleischlose Wurst und zieht sich aus dem Markt zurück. Dem Geschäftsführer hat die Veggie-Wurst auch nie geschmeckt. Bei der Konkurrenz hingegen läuft das Geschäft.

Tönnies

Clemens Tönnies (rechts) und sein Sohn Maximilian wollen sich nur noch aufs Fleischgeschäft konzentrieren

DPA

"Der Hype ist vorbei", sagte der größte Schlachter Europas Clemens Tönnies am Dienstag im westfälischen Rheda-Wiedenbrück. Dort steht das größte Schlachthaus Deutschlands, wo mehr als 20.000 Schweine täglich ihr Leben lassen müssen.

Bislang hat Tönnies vegetarische Würste, die unter der Marke Gutfried (Aldi Süd) vermarktet wurden, im Discounter-Regal verkauft. Das soll nun Geschichte sein. Clemens Tönnies habe die Wurst auch absolut nicht geschmeckt.

Wieso sollte ein Schlachter sein Geschäft auch auf Veggie-Produkte legen, wenn Tönnies im Jahr 21 Millionen Tiere zerlegt und damit 6,9 Milliarden Euro (Stand: 2017) umsetzt? Die Veggie-Wurst ist tot, zumindest für Deutschlands größten Schlachter Tönnies.

Rügenwalder baut Veggie-Sortiment aus

Anders Rügenwalder, die Kultmarke unter den Fleischfans. Bereits 2012 setzte das Unternehmen auf die fleischlose Wurst, obwohl es anfangs intern viel Widerstand gab. Doch Firmenchef Christian Raufuss, als Fleischermeister und passionierter Jäger eigentlich der Gegenentwurf zu einem Vegetarier, ließ seinen Marketingchef machen. Der schnappte sich die halbe Entwicklungsabteilung, experimentierte mit Geschmack und Konsistenz, kämpfte gegen die Vorurteile.

2015 dann der Durchbruch - die ersten vegetarischen Wurstarten von Rügenwälder lagen in den Kühlregalen - fleischfreier Schinkenspicker in den Sorten Mortadella, Paprika und Schnittlauch. Im ersten Monat wurden 2,5 Millionen Packungen verkauft. Mittlerweile führt Rügenwälder, deren Logo eine Mühle mit zwei Fleischwürsten ziert, 19 (!) vegetarische Produkte im Sortiment. Und damit nicht genug: Bis zum Jahr 2020 wollen die Rügenwälder 40 Prozent ihrer Umsätze mit fleischfeien Produkten erwirtschaften. Bislang macht die vegetarische Produktlinie einen Umsatz von 26 Prozent aus. Deshalb investiert das niedersächsische Unternehmen: in fleischlose Alternativen wie Mühlen Bratwurst für den Grill, Salami und Schinkenwürfel.

Für Clemens Tönnies aber ist Wurst ohne Fleisch einfach nichts. Genauso wenig ist der 62-jährige Unternehmer von Laborfleisch überzeugt. Also macht er weiter wie bisher: mit jährlich 21 Millionen zerlegten Tieren aus Massentierhaltung.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.