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Fastfood im Test: So gut sind McDonald's und Burger King wirklich

McDonald's oder Burger King - wer ist besser? Das ZDF hat die Fastfood-Riesen gegeneinander antreten lassen. Burger King behandelt seine Mitarbeiter mies. Die Fleischqualität war aber erstaunlich gut.

Von Daniel Bakir

Für Burger King gibt's die nächste schlechte Nachricht. Erst vor einer Woche hatte RTL der Burgerkette abenteuerliche Hygiene-Zustände und schlechte Arbeitsbedingungen nachgewiesen. Daraufhin wurden einige Filialen vorübergehend geschlossen und ein Geschäftsführer ausgetauscht. Nun hat Burger King auch in einem Vergleich des ZDF gegen McDonald's den Kürzeren gezogen.

Für die Niederlage mitverantwortlich: Auch nach den Recherchen des ZDF behandelt Burger King hierzulande seine Mitarbeiter schlechter als McDonald's. Das liegt vor allem daran, wie Burger King sein Franchisesystem steuert, erklärt ein Gewerkschafter im Beitrag. Denn die Filialen werden in Deutschland zu 100 Prozent von selbstständigen Unternehmern betrieben. Denen macht die Zentrale zwar enge Vorgaben etwa bei den Personalkosten, um die Einhaltung von Standards bei Arbeitsrecht oder Hygiene schert sie sich aber offenbar wenig. McDonald's dagegen halte sich an Tarifverträge.

Die entscheidende Frage für den Kunden bleibt allerdings immer noch: Wie gut ist die Qualität des Essens - und wie schmeckt's? Dafür hat das ZDF die Produkte im Labor von Lebensmittelchemikern untersuchen lassen und anschließend eine Blindverkostung unter Aufsicht des Sternekochs Nelson Müller vorgenommen. Das Ergebnis:

Wo gehen Sie eher hin, wenn Sie sich mal Fastfood gönnen?

Burger

Die positive Überraschung des Tests: Die Qualität des Fleisches ist ordentlich. Zwar wird für die Burger das Fleisch von betagten Milchkühen genommen und nicht das von Jungtieren wie bei einem guten Steak. Aber immerhin bestehen die verwendeten Burger-Buletten wirklich zu 100 Prozent aus Rindfleisch - und zwar von überdurchschnittlicher Qualität, wie ein Experte bescheinigt. "Die Fleischqualität geht über das hinaus, was man im Einzelhandel kaufen kann", sagt der Braunschweiger Lebensmittelchemiker Ulrich Nehring. Die Burger King-Buletten weisen zwar eine wesentlich höhere Belastung mit polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) auf, doch die Menge ist laut Nehring bei maßvollem Genuss noch gesundheitlich unbedenklich. Über den Geschmack lässt sich streiten: In der Blindverkostung des ZDF liegen die McDonald's-Burger knapp vorn.

Pommes

Auch die Pommes frites überzeugen im Labor. Der Lebensmittelchemiker lobt das geringe Acrylamid-Niveau. Geschmacklich kommen bei Nelson Müllers Blindverkostung eindeutig die knusprigeren Pommes von Burger King besser weg.

Getränke

Einen Wermutstropfen fanden die Labortester in der Cola. Sowohl bei McDonald's als auch bei Burger King waren Spuren des giftigen Stoffes Gadolinium enthalten. Das Gift steckte allerdings nicht im verwendeten Cola-Extrakt, sondern im Leitungswasser, mit denen die Getränkemaschinen beider Ketten die Cola vor Ort zusammenmischen. Es entsteht durch Medikamentenrückstände im Wasser, ist in geringen Mengen dem Bericht zufolge aber ungefährlich. Die größte Mogelpackung ist übrigens der Erdbeer-Shake: In einem Becher Shake steckt nur ein Stückchen einer Erdbeere, dafür aber jede Menge Wasser, Zucker, Bindemittel, Rote-Beete-Saft für die Farbe und künstliches Aroma für den Geschmack.

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