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Fleisch: Kalbsnierenbraten

Ein Kalbsnierenbraten, innen mit der gesäuberten Niere, außen mit einer schützenden Fettschicht, ist unvergleichlich

Für 8-10 Personen

2,5 kg Kalbsnieren- oder Sattelstück, mit Knochen, Niere und Lenden-Filet; Salz; Küchengarn; 100 g Butterschmalz; 500 g Kalbsknochen; 100 g Möhren, gewürfelt; 100 g Staudensellerie in ca. 0,5 cm breiten Scheiben; 150 g Zwiebeln oder Schalotten, gewürfelt; 250 ml Riesling; 400-500 ml Kalbsfond; 1 Lorbeerblatt; 1 Gewürznelke; 1 Stiel Petersilie; Pfeffer aus der Mühle; 100 g kalte Butter in Flöckchen

Ein Nierenstück ist selten zu bekommen; am besten vorbestellen. Die Niere vom Fleisch trennen, das Fleisch vom Knochen lösen und das Fett von der Niere entfernen lassen. Die Niere längs durchschneiden, Sehnen und Röhren wegschneiden lassen. Knochen klein hacken lassen und samt Abschnitten mitnehmen.

Den Braten mit der Fleischseite auf die Arbeitsfläche legen. Die Hautseite leicht salzen, dann wenden. Die Nierenhälften wieder zusammenfügen, auf das Fleisch legen und einrollen. Den Braten mit dem Küchengarn in Form binden. Den Backofen auf 160 Grad vorheizen.

Den Braten auf dem Herd in einem Bräter in heißem Butterschmalz rundherum anbraten, dann herausnehmen. Die Abschnitte, Sehnen und Knochen im Bratfett rösten. Das Fleisch zurück in den Bräter legen und auf der unteren Einschubleiste in den Ofen schieben. Das Fleisch nach 20 Minuten zum ersten Mal mit dem Bratfett beschöpfen, dabei das Gemüse zu dem Fleisch in den Bräter geben und 40 Minuten mit rösten.

Wein und Fond mischen. Den Braten nach 1 Stunde Garzeit mit 1-2 Suppenkellen der Weinmischung ablöschen, dabei die Knochen und das Gemüse mit einem Löffel vermengen. Den Bräterinhalt alle 15 Minuten mit etwas Weinmischung ablöschen. Dabei immer wieder Knochen und Gemüse umruhren, damit nichts anbrennt und sich überall Röststoffe bilden können.

Nach weiteren 60-80 Minuten den Bräter herausnehmen und die Ofentemperatur auf 180 Grad erhöhen. Den Braten auf ein Backblech legen, zurück in den Ofen schieben und ca. 10 Minuten knusprig braten. Anschließend den Braten bei abgeschalteter Hitze und offener Ofentür 10 Minuten ruhen lassen.

Inzwischen die restliche Weinmischung in den Bräter gießen, Lorbeer, Nelke und Petersilie dazugeben und auf dem Herd noch einmal aufkochen. Den Sud durch ein feines Sieb in einen Topf gießen, das Fett abschöpfen. Den Sud erneut kurz aufkochen und dann vom Herd nehmen. Die Butterflöckchen zum Binden mit einem Schneebesen in den heißen Sud rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken (die Sauce darf nicht mehr kochen).

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.