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Kulinarisches Rätsel: Was ist eigentlich eine Flotte Lotte?

Heutzutage quillt fast jede Küche über mit Geräten und Utensilien. Bei manchen fragt man sich, für was sie eigentlich gut sind. Beispielsweise eine Flotte Lotte – was ist das überhaupt? Teil 5 unserer kulinarischen Rätsel.

Was ist eigentlich eine Flotte Lotte?

Was kann man mit einer Flotten Lotte eigentlich anstellen?

Die Flotte Lotte wurde in den 1930er Jahren von einem Franzosen erfunden, damals unter dem Namen "Passoire d'action rapide pour légume et autres comestibles" und der Patent-Nummer 348610. Kurze Zeit später beantragte ein anderer Franzose ein Patent auf den Namen "Presse-purée". Nur wer hervorragend Französisch spricht, wird wissen, um was es sich dabei handelt. Wir aber kennen auch so die Antwort.

Vor einiger Zeit konnten wir das Mysterium um den Spaghetti-Löffel mit dem Loch in der Mitte lösen. Dabei ist die Funktion des Lochs im Spaghetti-Löffel eigentlich ersichtlich; es dient dazu, dass das Wasser ablaufen kann, wenn man die gekochten Spaghetti aus dem Wasser fischt. Aber eine weitere Funktion verblüffte das Netz:

Auch auf die Frage, warum der Pfannenwender Schlitze hat, gibt es eine einfache Antwort. Die Öffnungen in der Platte des Pfannenwenders - egal ob Schlitze oder Löcher - sollen verhindern, dass beim Umwenden heißes Fett verspritzt. Außerdem beugen sie sogar Verbrennungen durch Fettspritzer beim Kochen vor.

Weshalb der Kuchengabel übrigens eine Ecke fehlt, ist auf den ersten Blick ein weiteres Rätsel. Aber auch hier ist die Antwort logisch: Die fehlende Ecke am linken Zacken geht auf historische Gründe zurück.

Wozu ein Fischmesser eigentlich gut ist, haben wir ebenfalls geklärt.

Was sich hinter der Flotten Lotte versteckt

Der Name der Flotten Lotte geht auf Charlotte Giebel zurück. Die soll in den 1930er Jahren ein Passiergerät hergestellt haben. Erst der Volksmund machte daraus "Flotte Lotte". Mit diesem Küchengerät kann man nämlich per Hand Früchte, Gemüse oder andere Lebensmittel in kürzester Zeit passieren. Das Gerät besteht aus einem siebartigen, leicht abgeschrägten Boden, über den eine Kurbel mit rotorartigen Blättern angebracht wird. Per Drehbewegung presst beziehungsweise passiert die Flotte Lotte Lebensmittel durch den Siebboden. Früchte oder Gemüse werden fein wie Brei. Vor allem zur Herstellung von Apfelmus, Saucen, Gemüsepürees, Babynahrung und auch Marmelade kommt sie zum Einsatz.

Seit 1950 wird die Flotte Lotte fast unverändert von der Firma GEFU hergestellt. Umgangssprachlich wurde die Flotte Lotte  Synonym für Passiergeräte allgemein, sie ist jedoch ein geschützter Markenname von GEFU.

dsw
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