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Rettungsaktion nicht geglückt: Der 110-jährige Hummer Larry ist tot

"Larry the lobster" hatte doch kein Glück: Tierschützer retteten ihn zwar vor dem Kochtopf und wollten ihn in seine natürliche Umgebung entlassen. Den Transport in eine Meeresschutz-Einrichtung überlebte das Krustentier aber nicht.

Glück im Unglück: "Larry the lobster" landete nicht im Kochtopf

Doch kein Glück gehabt: "Larry the lobster" landete zwar nicht im Kochtopf, starb aber bei seiner Rettungsaktion

Die Tierschützer meinten es gut, verzögerten aber seinen Tod nur um ein paar Tage. "Larry the lobster" hatte in der vorherigen Woche international Berühmtheit erlangt, nachdem im Fernsehen über den Hummer berichtet wurde, der älter sei als der Landkreis Broward County, aus dem er stamme.

Das etwa 110-jährige und 7,5 Kilo schwere Krustentier sollte im Kochtopf des "Tin Fish Restaurants" in Sunrise, Florida in den USA landen. Tierschützer waren sofort alarmiert, kauften dem Restaurant den Hummer ab und wollten ihn im "Maine Department of Marine Resources" unterbringen. Dort ist er aber nie lebend angekommen.

"Larry the lobster" starb während des Transports

Zuerst befand er sich noch in Quarantäne, um das Leben der anderen Meerestiere nicht zu gefährden. Das erklärte ein Sprecher der Abteilung für Meeresschutz. In der Einrichtung befände sich sogar ein Spielkamerad für "Larry the lobster" – ein Krustentier, das noch schwerer als Larry sei und 8,5 Kilogramm auf die Waage bringe. Leider kam es nie zu einer Begegnung der beiden. Denn Larry starb auf dem Weg in die Meeresschutz-Einrichtung. Was war passiert?

Wie der "Portland Press Herald" berichtete, kam zwar die Box, in der Larry transportiert wurde, in der Einrichtung an, doch als sie geöffnet wurde, konnte nur noch der Tod des Hummers festgestellt werden. "Das ist sehr enttäuschend", sagte Joe Melluso dem "Portland Press Herald." Melluso ist der Gründer der Restaurantkette "Tin Fish"; er hatte das Krustentier für 300 US-Dollar (etwa 273 Euro) an Tierschützer verkauft. "Das ist ein ziemlich hässliches Ende für eine Geschichte, bei der so viel positive Energie und gute Absichten dahinter steckten."

Zu wenig Kühlakkus

Vermutlich wurde Hummer Larry nicht artgerecht für den Transport vorbereitet: Beim ersten Versuch weigerte sich FedEx, die Kiste mit dem Hummer zu transportieren, da sie ein Leck hatte. Beim zweiten Mal wurde Larry zwar mit Seealgen und Kühlakkus auf den Weg gebracht, doch als das Tier in der Meereschutz-Einrichtung ankam, waren die Kühlakkus zerbrochen und Larry tot. Ein Sprecher des "Maine Department of Marine Resources" sagte, dass die Methode, wie der Hummer transportiert wurde, zwar gängig sei, aber normalerweise müsse die ganze Box mit Kühlakkus ausgestattet sein. Larrys Box hatte nur drei.

Die Intention der Tierschützer, einen 110-jährigen Hummer vor dem Kochtopf zu retten, war zwar ehrenhaft. Dennoch hätte die Rettungsaktion ein Happy End finden können, wäre der Transport nicht so leichtsinnig über die Bühne gegangen. In diesem Sinne: Ruhe in Frieden, "Larry the lobster" ...


dsw