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Schlachthaus muss schließen: So grausam quälen Schlachter Pferde und Kühe

Ein Video einer Tierschutzgruppe aus einem Schlachthaus in Frankreich zeigt schockierende Bilder. Die Aufnahmen waren so verstörend, dass die Behörden nicht lange zögerten und das Schlachthaus dicht machten.

Pferden und Kühen, die noch bei Bewusstsein sind, werden bei lebendigem Leib die Kehle durchgeschnitten. Sie hängen kopfüber. Schweine schreien sich die Seele aus dem Leib, während sie mit Kohlenstoffdioxid betäubt und schließlich getötet werden. Nicht alle Tiere sind zu diesem Zeitpunkt bewusstlos. Und was in diesem Schlachthaus im französischen Alès passierte, ist keine Seltenheit. Weder in Frankreich, noch in Deutschland.

Ein schockierendes Video der Tierschutzgruppe L214 zeigt jene Bilder in einem Youtube-Clip. Die verstörenden Bilder werden von Schauspielerin Hélène de Fougerolles eingeführt und ist das Ergebnis der Tierschutzgruppe L214, die mehr als 50 Stunden in dem Schlachthaus gefilmt hatte. Bereits nach 24 Stunden haben über eine halbe Million das Video gesehen, aktuell liegt es bei über einer Million.

Die dadurch ausgelöste Protestwelle in den sozialen Netzwerken führte zu einer vorläufigen Schließung des Schlachthauses. Die Tierschützer begrüßen diese Entscheidung natürlich, finden es aber verwerflich, dass erst eine mediale Aufmerksamkeit zur Überprüfung und schließlich zur Schließung des Schlachthauses führte.

Auch in Frankreich ist es wie in Deutschland per Gesetz vorgeschrieben, dass Schlachttiere vor der Tötung betäubt werden. Ein Tierarzt, der das Videomaterial durchsah, stellte jedoch fest, dass im Schlachthaus von Alès mehrfach Tiere getötet wurden, obwohl sie bei Bewusstsein waren.

Was in diesem Schlachthof passierte, ist kein Einzelfall

Die Bilder erinnern an den Fall Straathof im letzten Jahr. Ein Video dokumentierte die Zuständen in den Ställen von Adrianus Straathof, Europas größtem Schweinezüchter, dem die Tierhaltung verboten wurde. Ein Meilenstein gegen Tierquälerei. Dennoch: An welche Supermärkte das Fleisch der Ställe der Straathof Holding ausgeliefert wurden, konnte nicht nachvollzogen werden. Genauso übrigens in Frankreich.

Zwar lässt sich feststellen, in welchem Land die Tiere gezüchtet und geschlachtet wurden. Trotzdem gibt es keinerlei Aussagen darüber, wie die Tiere gelebt haben. Außer man hält sich an verifizierte Bio-Siegel, die strenge Auflagen vorgeben, wie Tiere artgerecht gehalten werden müssen. 

dsw