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Stiftung Warentest: Warentest prüft Ketchup - und Lidl und Rewe landen ganz weit vorne

Industrie-Ketchup wird meist mit Tomatenmark und sehr viel Zucker hergestellt. Stiftung Warentest bewertet den Zuckergehalt aber gar nicht - und dann kann man an Ketchup fast nichts mehr aussetzen. 

Ketchup

In Maßen kann man Ketchup schon essen, urteilt Stiftung Warentest

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Ketchup besteht hauptsächlich aus Tomatenmark und Zucker. Der Zuckergehalt in den Ketchup-Flaschen aber unterscheidet sich immens: Der klassische Ketchup enthält 14 Gramm Zucker pro 100 Milliliter bei Born bis 27 Gramm Zucker bei Heinz. Einige Anbieter haben auch deutlich weniger Zucker, manche Süßstoffe, die aber im Verdacht stehen, den Appetit anzuregen. Manche Produkte haben gar keinen zugesetzten Zucker. Man muss aber beachten, dass Tomaten schon an sich einen hohen Fruchtzuckergehalt haben.

Stiftung Warentest hat 19 Tomatenketchups genauer untersucht. Ihr Fazit: 14 von 19 Produkten sind gut, fünf befriedigend. Vor allem der Ketchup von Alnatura sticht bei den Testern positiv heraus. Er ist sensorisch gut und riecht und schmeckt deutlich nach Tomaten. Mit 36 Cent pro 100 Milliliter ist er ein echtes Schnäppchen. Auf dem zweiten Platz sind gleich acht Produkte: Die günstigen von Lidl und Rewe (16 Cent pro 100 Milliliter), die drei Bio-Ketchups von Bio-Zentrale (60 Cent), Denn's Biomarkt (54 Cent), Rapunzel (62 Cent) sowie drei Ketchups von Werder Feinkost.

Den Zuckergehalt muss man ins Verhältnis setzen

Was Stiftung Warentest nicht bewertet, ist der tatsächliche Zuckergehalt. Das hat einen logischen Grund. Man muss Ketchup ins Verhältnis setzen. Denn niemand isst zu Fleisch oder Würstchen eine ganze Flasche dazu, sondern nur einen kleinen Klecks. Wer beispielsweise einen halben Liter Apfelschorle trinkt, nimmt etwa 30 Gramm Zucker zu sich. Wer zwei Esslöffel Ketchup zum Würstchen isst, kommt beim Heinz-Ketchup auf etwa acht Gramm Zucker. Am Ende gilt: Die Masse macht's.

Wovon Stiftung Warentest abrät, ist der Kauf von Kinderketchup. Der ist meist überteuert und übersüßt. Durchschnittlich für die Tester sind die Ketchups von Heinz, die schmecken viel zu essigsäuerlich. Die Ketchups von Aldi Nord und Süd gehören zu den Testverlieren. Die Produkte werden zwar mit einem hohen Tomatenanteil beworben, in Wahrheit ist der aber unterdurchschnittlich.

Für alle, die sich mal an ein selbstgemachtes Ketchup wagen wollen. Hier geht's zum Rezept. 

Kochen mit Denise: Ketchup

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