HOME

SWR-Sendung "Marktcheck": Abgepacktes Rinderhack analysiert – bei einem Discounter war auch Schwein drin

Abgepacktes Hackfleisch ist meist deutlich günstiger als Ware von der Frischetheke. Jedoch müssen sich Käufer anders als beim Metzger darauf verlassen, dass auch wirklich das drin steckt, was vorn draufsteht. Und das ist nicht immer der Fall, wie der SWR herausfand.

SWR Marktcheck - Schweinefleisch - Rinderhackfleisch

Hackfleisch sollte vor dem Verzehr stets durchgegart werden (Symbolbild)

Picture Alliance

Diese Nachricht dürfte Verbraucher, die bewusst auf Schweinefleisch verzichten, nicht freuen: Wie der SWR in seiner Sendung "Marktcheck" herausgefunden hat, kann man sich als Kunde nicht zwangsläufig darauf verlassen, dass in abgepacktem Rinderhackfleisch auch ausschließlich Rind enthalten ist. 

In der am vergangenen Dienstag ausgestrahlten Sendung (hier in der Mediathek) hatte das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin im Kühlregal erhältliche Fleischpackungen verschiedener Hersteller in einem Labor auf Inhaltsstoffe und Keimbelastung untersuchen lassen. Konkret überprüft wurden demnach 500-Gramm-Ware der Discounter Aldi, Lidl, Netto und Penny (jeweils 2,79 Euro), sowie der bei Rewe erhältlichen Marke "Wilhelm Brandenburg" (3,96 Euro) und der Edeka-Eigenmarke (4,99 Euro).

Rinderhackfleisch von Netto enthielt Schweine-DNA

Im Fall der Fleischprobe von Netto fand "Marktcheck" heraus, dass in zwei einzelnen Packungen auch DNA vom Schwein enthalten war. Wie viel Schweinefleisch genau verarbeitet wurde, ließe sich mit der angewandten Analysemethode jedoch nicht feststellen, heißt es. Auf das Ergebnis angesprochen, erklärte der Discounter, dies hänge mit "technisch unvermeidbaren Spurenkontaminationen" zusammen. Die anderen Fleischproben indes wiesen derartige Verunreinigungen nicht auf.

Was die ebenfalls getestete Keimbelastung betrifft, konnte "Marktcheck" Entwarnung geben. Demnach blieben alle Proben unterhalb der Richtwerte und seien damit hygienisch wie lebensmittelrechtlich allesamt "in Ordnung". Die höchste Belastung fand das Magazin in der Ware von Lidl. Das Unternehmen erklärte gegenüber dem SWR, dass man auch in eigenen Untersuchungen der in der Sendung getesteten Charge keine Auffälligkeiten gefunden hab, man die Anfrage aber "sehr ernst" nehme und  diesbezüglich mit seinem Lieferanten in Kontakt stehe.

Auch wenn die Fleischproben in Bezug auf Keime unauffällig waren, empfiehlt "Marktcheck" das Hackfleisch unbedingt durchzubraten. Generell enthielten rohes Schweine- wie auch Rindfleisch immer Keime, die sich nur durch Durchgaren vernichten ließen.


mod