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Die Saison beginnt Einkauf, Lagerung, Zubereitung: Das sollten Sie über Rhabarber wissen

Die Saison für Rhabarber hat begonnen
Im April beginnt die Saison für Rhabarber. Das pink-grüne Stangengemüse lässt sich vielfältig verarbeiten (Symbolbild).
© Westend61 / Imago Images
Die Rhabarbersaison steht gerade in den Startlöchern. Was Sie über das fruchtig-saure Gemüse wissen sollten und was es bei der Zubereitung zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

Rhabarber ist ein umstrittenes Gemüse. Die einen lieben es, den anderen jagt allein der Gedanke an das säuerliche Stangengemüse einen Schauer über den Rücken. Auch der erhöhte Gehalt an Oxalsäure lässt an der gesundheitlichen Wirkung des rötlich-pinken Gemüses zweifeln. Doch mit der richtigen Zubereitung und den passenden Tipps lässt der Rhabarber sich mitsamt seinen gesundheitlichen Vorteilen genießen.

Einkauf und Lagerung

Die Saison für Rhabarber startet im April und endet bereits im Juni. Zu Beginn der Erntezeit hat das heimische Gemüse eine mildere Note. Zudem schmeckt die rote Sorte süßer als ihre grüne Konkurrenz. Oftmals wird das Stangengemüse mit Obst verwechselt. Jedoch handelt es sich beim Rhabarber um ein Knöterichgewächs und demnach um ein Gemüse.

Frische Rhabarberstangen sind fest und glänzend. Eingewickelt in einem feuchten Tuch hält sich Rhabarber einige Tage. Lagern Sie ihn dafür bestenfalls im Kühlschrank. Sie möchten die rötlich-grünen Stangen zu einem späteren Zeitpunkt zubereiten? Dann können Sie diese auch kleingeschnitten in einem Gefrierbeutel einfrieren.

Zubereitung: Rhabarber waschen, schälen und erhitzen

Vor dem Verzehr sollte der Rhabarber gründlich mit klarem Wasser gewaschen werden, um ihn von Schmutz zu befreien. Das untere und obere Ende inklusive Blätter wird entfernt, hier sammelt sich der meiste Schmutz an. Zum Schälen eignet sich ein scharfes Küchenmesser oder ein Sparschäler. Schälen Sie den Rhabarber von oben nach unten, bis keine harten Fasern mehr vorhanden sind.

Rhabarber lässt sich auf vielfältige Weise zubereiten. Wichtig ist es, die Rhabarber-Stangen vor Weiterverarbeitung zu kochen oder zu dämpfen. Dafür schneiden Sie das Gemüse in ein bis zwei Zentimeter große Stücke und blanchieren es für drei bis fünf Minuten in kochendem Wasser. Durch die Zugabe von etwas Zucker zum Kochwasser wird die Säure neutralisiert. Gießen Sie das Wasser dann ab, da nun ein Großteil der Oxalsäure in dieses übergegangen ist. Nun können Sie die gekochten Rhabarber-Stücke im Kuchen, Kompott oder auch in deftigen Rezepten verarbeiten.

Die Saison beginnt: Einkauf, Lagerung, Zubereitung: Das sollten Sie über Rhabarber wissen

Rhabarber ist gesund – sollte aber erhitzt werden

In frischem Rhabarber lassen sich reichlich gesunde Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium, sowie Vitamin C und Ballaststoffe finden. Der hohe Gehalt an Oxalsäure ist zwar meist unbedenklich, kann unter Umständen allerdings Nieren und Zähne angreifen und so dem Körper schaden. Durch Erhitzen des Stangengemüses lässt sich der Oxalsäure-Gehalt jedoch deutlich verringern. Das macht Rhabarber bekömmlicher. Nach dem Schälen sollten Sie ihn demnach unbedingt kochen, backen oder dämpfen. Die Rhabarber-Blätter sollten Sie hingegen nicht verwenden. In ihnen steckt besonders viel Oxalsäure.

Quellen:"Bundeszentrum für Ernährung", "Apotheken-Umschau"


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