VG-Wort Pixel

Lieferservice im Test: Marley Spoon So geht Essensbestellung heute


Lieferdienste, die Lebensmittel inklusive Rezepte nach Hause bringen, gibt es mittlerweile unzählige. Doch Marley Spoon ist anders. Hier spielen Liebe, Leidenschaft und Qualität die wichtigste Rolle.
Von Denise Wachter

Jaaaaa. Endlich. Ein Lieferservice, der nicht nur mit hübschen Bildern und netten Rezepten lockt, die häufig nicht einmal sonderlich gut funktionieren. Bei Marley Spoons Lieferboxen treffen frische Produkte auf eine Qualität, die man bei anderen Lieferdiensten oft vermisst. Eigentlich sollten gute Produkte oberste Priorität haben, wenn man solch einen Service betreibt. Bei Marley Spoon ist das genau so. Sie legen Wert auf Liebe zum Detail und zum Produkt - mit Leidenschaft führen sie Deutschlands besten Do-it-yourself-Lieferdienst - meiner Meinung nach. Denn die Gründer, Till Neatby und Fabian Siegel, überzeugen mit ihren Ansprüchen: Fleisch und Fisch stammen aus artgerechter Haltung, Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau. Und das schmeckt einfach gut.

Die Handhabung der Online-Plattform ist ganz einfach: Jede Woche werden sieben Gerichte online gestellt: vegetarische, mit Fleisch oder Fisch. Für die Gerichte von Marley Spoon muss man ein bisschen vorplanen, denn wer hier bestellt, erhält erst zwei Tage später oder die Woche darauf seine Kochbox, da sind andere Lieferdienste wesentlich schneller. Aber ganz klar: Hier lohnt sich das Warten tatsächlich. Denn Marley Spoon arbeitet "on demand". Das heißt, die Produkte werden erst eingekauft, wenn wirklich bestellt wird, so wird eine Zwischenlagerung vermieden und am Ende muss nichts weggeworfen werden.

Ich habe zwei Gerichte gewählt, ein vegetarisches und eins mit Fleisch. Marley Spoon liefert nicht nur alle Produkte frei Haus, sondern auch liebevoll gestaltete Rezepte. Jeder Schritt ist bebildert, auf der Vorderseite steht zu jedem Gericht "die Tischgeschichte" mit Zusatzinformationen zu den Lebensmitteln.

Süßkartoffel-Quesadillas und Spanferkel überzeugen durch Qualität

Die Süßkartoffel-Quesadillas mit scharfer Salsa und Rucolasalat waren köstlich. Dazu habe ich die Salsa vorbereitet, indem ich Zwiebeln, Knoblauch, Chili und Tomaten für einige Minuten im Ofen gegrillt habe, bis alle Zutaten weich und braun waren. Danach wird das Gemüse mit Koriander und Limette püriert - die perfekte Salsa und schön scharf. Für die Quesadillas muss man Süßkartoffeln mit Knoblauch in der Pfanne braten, bis die Kartoffeln weich sind. Dann werden Cheddar-Käse, schwarze Bohnen, Tomatenmark, Limette und Gewürze vermengt - fertig ist die Füllung für die Tortillas. Diese werden in der Pfanne mit der Füllung knusprig geröstet. Das war's schon. Jetzt muss nur noch der Salat angerichtet werden. Kinderleicht, die Aromen überzeugen.

Das zweite Gericht, das ich kochte, war herzhaftes Spanferkel mit Urgemüse und Apfelessig-Vinaigrette. Das Sparnferkel stammte aus Möllin, die Rietberger Hörnchen Kartoffeln vom Hof Schnieder. Die alten Gemüsesorten wie lila Brocker Möhre, Petersilienwurzel und Pastinake wurden der Länge nach halbiert und im gesalzenen Wasser blanchiert. Danach in der Pfanne mit Knoblauch und Rosmarin erhitzt. Die Zubereitung des Sparnferkels stellte sich etwas schwieriger heraus, denn nachdem ich den Rack auf allen Seiten scharf angebraten hatte, war die angegebene Zeit im Ofen von 15 bis 20 Minuten einfach zu kurz. Das Fleisch war in der Mitte noch roh - ich musste es noch einmal kurz in die Pfanne legen. Die alte Kartoffel-Bauernsorte wurde mit Schale gar gekocht. Danach musste nur noch die Vinaigrette aus Apfelessig, Honig, Olivenöl und Petersilie angerührt werden. Mit den Produkten muss eigentlich gar nicht viel gemacht werden, außer mit Salz, Pfeffer und frischen Kräutern etwas würzen - ein Zeichen für die gute Qualität der Produkte.

Die Bilder auf der Homepage sind übrigens grandios fotografiert, dabei sind die Gerichte nicht ganz so günstig, wie andere Lieferdienste. Zwischen 9,50 Euro und 12 Euro pro Portion und Person muss man für ein Essen berechnen. Und es gibt auch einen Mindestbestellwert pro Order - vier Portionen müssen es pro Liefertermin sein. Da ist man schnell bei schlappen 48 Euro. Trotzdem überzeugt Marley Spoon. Ich würde hier wieder bestellen.

Die Box wurde von Marley Spoon zur Verfügung gestellt.

Pro
Qualität - artgerechte Haltung von Tieren, regionale Erzeuger, Nähe zu Produkten
Saisonalität
Liebe zum Detail und zum Produkt
Kreative, köstliche Rezepte
Contra
Dauer bis zum Lieferzeitpunkt
Preis - nichts, für jeden Tag
Für wen ist es geeignet?

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker