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Trugschluss "natürliches" Vanillin: Warum Kuhfladen Ihr Vanilleeis lecker macht

Vanilleeis gehört zu den wohl beliebtesten Eissorten auf der Welt. Dafür braucht man jedoch jede Menge Vanillearoma. Das wird oft biotechnologisch hergestellt - aus Kuhdung oder Altpapier - und darf dennoch "natürlich" heißen.

Es gibt wohl kaum jemanden der Vanilleeis nicht mag. Der Appetit kann einem jedoch schnell vergehen, wenn man weiß, wie das Vanille-Aroma hergestellt wird. Es gibt mehrere Möglichkeiten Vanillearoma, also Vanillin, zu gewinnen: aus der Vanilleschote beispielsweise. Dafür müssen die Blüten der Vanille-Orchidee per Hand bestäubt werden. Das ist nicht nur viel Arbeit, sondern kostet auch viel Geld. Vor allem wenn die empfindlichen Pflanzen durch Krankheiten oder Tropenstürme zerstört werden.

Dem Konsumenten ist das aber egal, er möchte natürliches Vanillearoma. Am besten Bourbonvanille aus Réunion oder Madagaskar. Vanille ist nach Safran das zweit teuerste Gewürz der Welt. Die weltweite Ernte beträgt jährlich nur 1000 Tonnen. Eine Menge, die den steigenden Bedarf schon lange nicht mehr decken kann. Das Vanilleeis deswegen teurer machen und loyale Kunden verlieren? Das wäre natürlich eine Katastrophe für die Lebensmittelindustrie. Deshalb hat sie sich etwas ausgedacht.

Der Trick mit "natürlichem" Vanillin

Udo Pollmer, deutscher Lebensmittelchemiker und Sachbuchautor zu Ernährung, hat sich mit dem Thema etwas genauer befasst. Die Verbraucher wollen natürliches Vanillin? Dann bekommen sie es auch. Bei "Deutschlandradio Kultur" erklärt Pollmer wie die Lebensmittelindustrie zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt: Sie befriedigt die Nachfrage nach Vanillearoma, indem sie es aus natürlichen Produkten gewinnt.

Dadurch sind sowohl Konsumenten als auch Verbraucherschützer besänftigt. Dass in der Packung Vanilleeis mit dem Zusatz "natürliches Vanillin" keine echte Vanille enthalten ist, bleibt dem Verbraucher auf den ersten Blick verborgen.

Aus robusten Fichten, beispielsweise, kann man aus 100 Kilo Holz drei Kilo Vanillin gewinnen. Das enthaltene Lignin im Fichtenholz muss dafür mit einem Kupferkatalysator oxidiert werden. In Hannover wurde ein Verfahren entwickelt, dass aus dem Farbstoff Curcumin und Enzymen den Duftstoff Vanillin produziert. Dänische Gentechnologen stellen Vanillin aus Hefe her.

Vanille-Aroma aus alten Zeitungen und Kuhfladen

An Kreativität mangelt es den Biotechnologen keineswegs. Udo Pollmer listet drei weitere Methoden auf, wie Vanillin "natürlich" gewonnen werden kann. Forscher aus Shanghai beispielsweise haben aus einem Darmkeim und Fremdenzymen Vanillin hergestellt. Aus alten Zeitungen produziert ein französischer Anbieter das Aroma. "Getoppt wird das Öko-Aroma", wie Pollmer es kaum glauben kann, von einer Japanerin. Die synthetisiert Vanillin aus Kuhfladen. Er erklärt: "Rinder können das Lignin in ihrem Futter nicht verdauen, schließen es aber auf. So benötigt man bei der Verarbeitung weniger Energie als beispielsweise für frisches Fichtenholz."


  

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.