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Vanilleeis im Ökotest: Schlecken wir wirklich Vanille – oder ist es doch etwas ganz anderes?

Eine Spezialität der Lebensmittelindustrie ist das Tricksen. Etwa auch beim Vanilleeis? Ökotest hat sich die gängigsten Sorten genauer angesehen. Eine Zutat bereitet den Testern Kopfzerbrechen.

Vanilleeis

Was steckt eigentlich im Vanilleeis aus dem Supermarkt?

Getty Images

Die Rezeptur ist eigentlich ganz einfach: Sahne, Milch, Zucker, Ei und Vanille. Mehr muss ins Vanilleeis nicht rein. Aber natürlich sind die Rohstoffe nicht ganz billig. Die perfekte Steilvorlage also fürs Tricksen. Ökotest hat 19 Vanilleeis-Produkte genauer unter die Lupe genommen. Zu den Bewertungskriterien zählte zum einen, wie viel Vanille tatsächlich im Eis stecke, wie hoch der Zuckeranteil ist und ob Luft beigemischt wird.

Das Ergebnis? Ernüchternd. Getestet wurde Vanilleeis von Aldi, Alnatura, Edeka, Mövenpick, Häagen-Dazs und Landliebe. Das Fazit von Ökotest: Teuer ist nicht gleich gut.

Die schlechteste Bewertung bekam Cremissimo und Mövenpick. Für die Tester hatten beide Vanilleeis-Sorte zu wenig Vanille, dafür zu viel Mineralöl und Zucker. Fünf Eismarken schnitten "gut" ab. Darunter das Vanilleeis von Bofrost, Gut&Günstig, Landliebe, Romanza und Bio Cool.

So trickst die Industrie, um das Vanilleeis billiger zu machen

Was aber negativ auffiel, sind die Tricksereien: Von 19 Produkten sind nur fünf "gut". Das liegt unter anderem daran, dass die Industrie gekonnt das Eis billiger macht. Beispielsweise mit Luft. Kostet nichts, aber macht das Eis cremiger. Luft schafft Volumen und beschönigt die Kalorienangaben.

Vanille im Vanilleeis? Weit gefehlt. Echte Vanille ist teuer, pro Kilo muss man schlappe 600 Euro hinblättern. Zu viel für die Lebensmittelindustrie. Was also tun? Nachhelfen. Mit schlechter Qualität und vor allem mit künstlichen Aromen. Das wird synthetisch im Labor als Vanillin hergestellt. 

Auch Milch, Sahne und Zucker sind für die Hersteller teuer. Also versucht man auch hier billige Zutaten zu verwenden, um die Herstellungskosten zu minimieren, aber gleichzeitig den Verkaufsgewinn zu maximieren. Die Eis-Produzenten setzen daher auf Kokosfett und billige Sirups, wie Ökotest recherchiert hat.

Zu viel Zucker - und was hat Mineralöl im Eis verloren?

Pro Portion Vanilleeis kommen im Schnitt mehr als 12 Gramm Zucker in den Eisbecher. Das entspricht bereits der Hälfte der empfohlenen Tagesmenge nach Richtlinien der WHO. Die rät nicht mehr als sechs Teelöffel Zucker zu sich zu nehmen – also 25 Gramm pro Tag.

Eine Zutat im Eis stößt den Ökotestern vor allem bitter auf: Mineralöl. In allen Sorten fanden sie Rückstände des gesättigten Kohlenwasserstoffs MOSH/POSH. Eine Erklärung, was Mineralöle im Vanilleeis zu suchen haben, gibt es nicht. Die Stoffe aber reichern sich im Körper an und können im schlimmsten Fall Organe schädigen.

Den ganzen Vanilleeis-Test gibt es hier gegen Gebühr zu lesen!

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