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Tricks der Lebensmittelindustrie: Darum sollten Sie die Finger von Vanillepudding aus dem Discounter lassen

Mit Liebe zubereitet? Damit haben die Vanillepuddings mit Sahnehäubchen aus dem Discounter natürlich wenig zu tun. Aber kann man für 19 Cent eigentlich etwas anderes erwarten? Der stern hat sich die Zutatenliste genauer angesehen.

Vanillepudding aus Discountern

Sie wollen Vanillepudding essen? Dann sollten Sie die Finger von den Produkten aus den Discountern lassen.

Die einen lieben den Schokoladenpudding mit dem Sahnehäubchen aus den Discountern, die anderen den Vanillepudding. Auch der schmeckt wie schon der Schokopudding bei allen Discountern gleich - also von Netto, Penny, Aldi oder Lidl - und kostet sogar das gleiche. Nämlich 19 Cent. Aber was kann man für diesen Preis eigentlich erwarten? Spoiler: Vanille werden Sie in all den Vanillepudding-Bechern auf jeden Fall nicht finden.

Grenzt das nicht schon fast an Verbrauchertäuschung? Nein, denn auf allen "Dessertcremes" wie sich die Vanillepuddings nennen, steht ganz klar "Dessert" oder "Pudding mit Vanillegeschmack" und nicht mit echter Vanille.

Woher die "Vanille" im Vanillepudding kommt

Bei den Grundzutaten unterscheiden sich die Vanillepuddings von den Schokopuddings eigentlich recht wenig. Die Basis ist entrahmte Milch. Die kann man auch als "Wassermilch" bezeichnen, denn sie hat etwa nur noch 0,5 Prozent Fett. Beim Vanillepudding wird außerdem Sahne verwendet, das ist zumindest eine Zutat, die so im Schokopudding (außer im Sahnetopping) nicht vorkommt. Da wird das Fett durch Zucker ersetzt. Aber auch die vermeintlichen Vanillepuddings sparen nicht mit der Süße. Durchschnittlich werden pro Becher 27 g Zucker verwendet, dass entspricht etwa 9 Stück Würfelzucker. Der Vanillepudding von Aldi ist dabei der süßeste, der von Penny der am wenigsten süße. Trotzdem: Wenig Zucker ist das bei allen nicht.

Pflanzenfett, Mono- und Diglyceride sind Speisefettsäure, die den Pudding schön glänzend machen. Die sind günstiger als tierische Fette. Die Lebensmittelindustrie kann in diesem Fall ihren Geldbeutel schonen. Die Festigkeit entsteht bei allen Vanillepuddings mithilfe von Speisegelatine, die wird meist aus Schweineknochen gewonnen. Beim Pudding von Lidl sogar aus Rinderknochen - also nichts für Vegetarier. Wie schon bei den Schokopuddings wird das Sahnetopping mit Stickstoff aufgeschlagen, um es so haltbarer zu machen.

Vanille ist nicht gelb

Und die Vanille? Die wird ausschließlich als Aroma angegeben. Echte Vanille ist hier nicht zu finden, sonst hätte der Pudding auch kleine schwarze Pünktchen, die charakteristisch für den Einsatz von echter Vanille sind. Außerdem ist Vanille auch nicht gelb, eine Assoziation, die uns die Industrie eingetrichtert hat. Sie ist nämlich schwarz. Wenn man ein Vanille-Eis beispielsweise zubereitet, ist der Farbgeber eigentlich nur die Sahne-Milch-Mischung und eben die charakteristischen Pünktchen im Eis. In der Industrie wird mit Farbstoffen nachgeholfen. Alle Vanillepuddings enthalten den Farbstoff Beta-Carotin, der meist synthetisch hergestellt wird.

Aus entrahmter Milch, viel Zucker, tierischer Gelatine, Aromen, Farb- und Zusatzstoffen entsteht ein Industrieprodukt, das sich Pudding mit Vanillegeschmack nennen darf. Und wo bleibt der Genuss? Der steht bei diesem Produkt eher nicht im Fokus.

Denise bereitet gesundes Schokomousse zu


dsw
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.