HOME

Stern Logo Stern-Stimmen

A. Güngörmüs: Alis Küchenzuruf: Was ist eigentlich Vanille?

Ein leichtes Vanillemousse ist ein geniales Weihnachtsdessert. Aber was ist Vanille eigentlich genau und wie kann man sie noch verwenden? Ali Güngörmüs verrät seine Tricks aus der Küche. 

Vanille

Vanillemousse - das perfekte Dessert für Weihnachten

Ich esse sehr gern Vanille, vor allem in Desserts. Aber bloß keine herzhaften Gerichte mit dem Gewürz. Das vermeide ich. Auf Mauritius habe ich eine Vanilleplantage besucht. Was die Wenigsten wissen, Vanille ist eine Orchideen-Art. In der Küche wird nur die Vanilleschote verwendet. Rund 22 Monate braucht die Schote bis sie reif und verzehrbar ist. Deshalb ist sie auch so teuer. Ein unglaubliches Gewürz.

Die Bourbonvanille zählt zu den besten ihrer Art. Ursprünglich stammt sie aus Réunion (früher Île Bourbon, daher der Name Bourbonvanille). Im Gegensatz zur mexikanischen und Tahiti-Vanille ist die Bourbonvanille nicht so ergiebig, dafür ist sie geschmacklich viel besser. Gewissermaßen klein, aber oho. 

Schote nicht wegwerfen, sondern wieder verwenden

Eine Vanilleschote kann man bis zu 100-Mal verwenden, sobald das Mark ausgekratzt ist, muss die leere Schote nicht weggeschmissen werden. Die Schote einfach mit ein bisschen Zucker, Orangenabrieb und vielleicht sogar Ingwer mischen. So erhält man einen exotischen Zucker. Eine Prise davon passt auch perfekt zu selbstgemachtem Rotkohl.

Für Weihnachten bereite ich gern Vanillemousse zu. Das ist leicht und passt meist als Krönung zum Weihnachtsmenü. Für die festliche Note, gebe ich etwas Spekulatiusbrösel über das Mousse. Das sorgt für einen guten Crunch. 

Wenn etwas vom Mousse übrig bleibt, hat man auch noch am nächsten Tag etwas davon. Am besten schon zum Frühstück mit frischen Früchten. 

Rezept für Vanillemousse mit Himbeersorbet

4 Personen, 50 Minuten + Gefrierzeit und 2 Stunden Kühlzeit für die Mousse

Zutaten:

Himbeersorbet

  • 120 g Zucker
  • 1 Limette
  • 700 g Himbeeren

Vanillemousse

  • 6 EL Milch
  • 220 g Sahne
  • 2 EL Zucker
  • ¼ Vanilleschote
  • 1 Eigelb
  • 2 Blatt Gelatine

Crumble

  • 200 g Mehl
  • 50 g Stärke
  • 50 g Kakaopulver
  • 130 g gemahlene Mandeln
  • 1 TL Fleur de Sel
  • 220 g brauner Zucker
  • 300 g Butter

Außerdem:

  • Eismaschine

Zubereitung:

Für das Himbeersorbet den Zucker mit 115 ml Wasser aufkochen. Die Himbeeren durch ein Sieb streichen, sodass 500 g Himbeermark entstehen. Die Limette auspressen, 1 EL Saft dazugeben und mit dem Zuckerwasser verrühren. Noch einmal durch ein Sieb streichen und in der Eismaschine gefrieren lassen.

Für die Vanillemousse die Milch und 65 g Sahne mit 2 EL Zucker aufkochen. Die Vanilleschote aufschneiden und das Mark herauskratzen. Die Vanilleschote mit dem ausgekratzten Mark zu der Sahne-Milch-Mischung geben und darin 5 Minuten ziehen lassen. Dann die Vanilleschote entfernen. Das Eigelb in eine Schüssel geben und die kochende Vanillesahne zufügen. Die Gelatine in eiskaltem Wasser einweichen, ausdrücken und dazugeben. Verrühren, bis sie sich ganz aufgelöst hat. Die Masse auf Eiswasser kalt rühren. Die restliche Sahne steif schlagen und in drei Portionen unter die Vanillecreme ziehen. Die Vanillemousse im Kühlschrank 2 Stunden fest werden lassen.

Den Backofen auf 140 °C vorheizen. Für den Crumble alle trockenen Zutaten mischen und mit der weichen Butter in Flöckchen zu einem Crumble verkneten. Diesen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streuen und 20 Minuten backen.

Die Vanillemousse als Nocken auf Dessertteller setzen, mit einer Kugel Himbeersorbet anrichten und mit dem Crumble bestreuen.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.