Der aufregende April soll dem SC Freiburg nach Meinung von Trainer Julian Schuster ebenso wie das Highlight-Spiel gegen den FC Bayern einen besonderen Energieschub verleihen. Dass der Sport-Club neben den Bayern als einziger Bundesligist noch in drei Wettbewerben vertreten ist, "macht uns sehr stolz", sagte Schuster.
"Wir freuen uns auf diese tolle Herausforderung", sagte der Coach. "Ich habe den Jungs gesagt, das muss jeden Tag, wenn ich den ersten Schritt aus dem Bett mache, präsent sein: Es muss kribbeln und mich antreiben, hier herzukommen und gut zu arbeiten."
Highlight-Wochen mit Bayern, Vigo und Halbfinale in Stuttgart
Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) empfängt der Sport-Club den Tabellenführer FC Bayern. Am kommenden Donnerstag haben die Freiburger im ersten Europapokal-Viertelfinale der Vereinsgeschichte zunächst Heimrecht gegen Celta Vigo. Nach dem Rückspiel in Spanien sorgt auch das DFB-Pokal-Halbfinale am 23. April beim FC Bayern für eine Englische Woche und ist eine große Chance. Die Aussicht auf die intensiven Wochen im Saison-Endspurt könne "noch mal zusätzliche Energie geben", stellte Schuster klar.
Obwohl er die in der Bundesliga dominanten Bayern zu den "Top Drei international" zählt, sieht Schuster auch Chancen für sein Team. Er selbst formulierte: "Man muss in Möglichkeiten denken." Worin diese gegen den deutschen Rekordmeister liegen, wollte er nicht verraten.
Schuster verwies auf das Hinspiel, in dem der SC in München überraschend mit 2:0 geführt hatte, dann allerdings noch mit 2:6 verlor. Bei den Bayern überragte damals Michael Olise, aber auch Harry Kane steuerte ein Tor bei.
Fragezeichen hinter Kane hat für Schuster keine große Bedeutung
Wenn der Stürmer, der angeschlagen von der englischen Nationalmannschaft zurückgekehrt ist, in Freiburg geschont wird oder ausfällt, würde den Bayern Qualität fehlen. "Diese Aura, diese Persönlichkeit, die er hat, strahlt auch auf die Mitspieler aus", meinte Schuster.
Andererseits habe er sich schon manches Mal gefreut, wenn beim Gegner Schlüsselspieler gefehlt haben, "und dann waren andere da". Bei den Münchnern könnten zum Beispiel Jamal Musiala oder Serge Gnabry diese Rolle übernehmen, sagte der SC-Trainer.
Der SC Freiburg hat zum Saison-Endspurt fast den gesamten Kader zur Verfügung. Nur Max Rosenfelder (Oberschenkelverletzung) fehlt weiterhin. Die sechs Nationalspieler sind alle gesund nach Freiburg zurückgekommen.