Entlastung für Autofahrende zwischen Kiel und dem Südosten Schleswig-Holsteins: Der vierstreifige Ausbau der Bundesstraße 404 zur Autobahn 21 kommt voran. "Neben der A7 schaffen wir eine zweite leistungsstarke Nord-Süd-Achse für die weiträumigen Verkehre", sagte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium, Christian Hirte, zur Freigabe des 7,9 Kilometer langen Abschnitts zwischen Klein Barkau und Löptin (Kreis Plön).
Neben der Autobahn sind drei neue Gemeindeverbindungsstraßen, sieben Regenrückhaltebecken, sieben Brücken und ein neuer Parkplatz mit WC-Anlage entstanden. Die Bundesinvestitionen allein für diesen Abschnitt betragen rund 200 Millionen Euro. Die A21 verbinde Kiel und seinen Hafen mit den wichtigen Wirtschaftsräumen Berlin und Mittelosteuropa, sagte Hirte. "Auch für die letzten Ausbaulücken kurz vor Kiel soll jetzt noch zügig Baurecht erlangt werden."
62 Kilometer
Zwischen Klein Barkau und der A1 bei Bargteheide (Kreis Stormarn) ist die B404 damit bereits auf einer Länge von rund 62 Kilometern zur Autobahn ausgebaut.
"Kiel ist mit seinem Hafen Dreh- und Angelpunkt für den internationalen Handel, die maritime Wirtschaft und den Tourismus", sagte Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU). Der neue Streckenabschnitt sei ein bedeutsamer Beitrag zur besseren Anbindung der Stadt. "Das ist gut und wichtig für Schleswig-Holstein und den gesamten norddeutschen Raum."
Der Geschäftsführer Technik der Autobahn GmbH des Bundes, Dirk Brandenburger, bezeichnete die A21 als eines der zentralen Neubau- und Ausbauprojekte in Schleswig-Holstein. "Ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Planung lag dabei auf dem Erhalt der Naturräume wie der Renaturierung der Nettelau." Die Nettelau ist ein Fluss.