Gut vier Monate vor der Landtagswahl bleibt die AfD einer Umfrage zufolge stärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern. 36 Prozent der Wählerinnen und Wähler würden der Partei ihre Stimme geben, wie aus der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des Norddeutschen Rundfunks (NDR) hervorgeht.
Die SPD der amtierenden Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kommt auf 27 Prozent und legt damit im Vergleich zur Januar-Umfrage von infratest-dimap um zwei Prozentpunkte zu. Bei der Landtagswahl 2021 erhielten die Sozialdemokraten noch 39,6 Prozent der Stimmen.
Die AfD legt im Vergleich zur Umfrage aus dem Januar um 1 Prozentpunkt zu. Die CDU würden nur noch 10 Prozent wählen. Sie verliert im Vergleich zur Januarumfrage 3 Prozentpunkte und rutscht auf Platz 4 ab. Die Christdemokraten liegen somit 3 Prozentpunkte hinter der Linken, die sich um einen Prozentpunkt auf 13 Prozent steigern konnte.
Die Grünen kommen erneut nur auf 4 Prozent. Das BSW liegt in der Umfrage bei 5 Prozent und muss um den Einzug in den Landtag bangen. Alle anderen Parteien einschließlich der FDP erreichen zusammen 5 Prozent.
Aus der vorhergehenden Landtagswahl 2021 war die SPD mit 39,6 Prozent als große Gewinnerin hervorgegangen. Die AfD erhielt 16,7 Prozent der Stimmen, die CDU 13,3 Prozent, die Linke 9,9 Prozent, die Grünen 6,3 Prozent und die FDP 5,8 Prozent.
Mehr als 1150 Wahlberechtigte wurden befragt
Für die Umfrage wurden zwischen dem 7. und 11. Mai 2026 insgesamt 1.153 Wahlberechtigte aller Altersgruppen, Bildungsabschlüsse und Geschlechter in Mecklenburg-Vorpommern befragt. Unter anderem wurde die Frage gestellt: "Welche Partei würden Sie wählen, wenn am kommenden Sonntag in MV Landtagswahl wäre?"
Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Die ermittelten Ergebnisse können, wie alle Stichprobenerhebungen, Fehlertoleranzen enthalten.