Fußball
Rettig kontert Hoeneß-Kritik an Nagelsmann

DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig (Archivbild) Foto: Marcus Brandt/dpa
DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig (Archivbild) Foto
© Marcus Brandt/dpa

Debattieren Sie mit!

  • Mit stern-Account aktiv an allen Debatten teilnehmen und kommentieren.
Jetzt registrieren
Der Sport-Geschäftsführer des DFB ist "erstaunt" darüber, dass Uli Hoeneß am Bundestrainer herumnörgelt. Niemand vom DFB habe Hoeneß um ein Zeugnis für Nagelsmann gebeten.

Andreas Rettig hat die jüngste Kritik des Bayern-Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß an Bundestrainer Julian Nagelsmann zurückgewiesen. Er sei erstaunt über Hoeneß' Aussagen, sagte der Sport-Geschäftsführer des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) am Dienstagabend am Rande einer Veranstaltung des Heimatvereins "Düsseldorfer Jonges".

"Ich kann mich nicht erinnern, dass jemand vom DFB Herrn Hoeneß gebeten hat, öffentlich ein Zwischenzeugnis für Herrn Nagelsmann abzugeben", sagte Rettig. "Ich weiß nicht, warum er dazu jetzt die Notwendigkeit gesehen hat."

Rettig verteidigt die Aufstellungen des Bundestrainers

Hoeneß hatte in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" über die deutsche WM-Perspektive gesagt: "Wenn es Deutschland gelingt, eine Mannschaft zu werden, obwohl der Trainer es nicht geschafft hat, zweimal hintereinander mit derselben Elf zu spielen – dann haben wir eine Chance."

Rettig verteidigte die jüngsten Aufstellungen von Nagelsmann: "Für die letzten sechs Spiele der Nationalmannschaft haben bei jedem Spiel mindestens acht Nationalspieler aus Verletzungsgründen abgesagt." Deshalb könne die Mannschaft gar nicht eingespielt sein, so der DFB-Geschäftsführer. "Das können wir nicht dem Trainer vorwerfen."

"Trainer war dem FC Bayern mal 25 Millionen Euro wert" 

Zudem wies Rettig darauf hin: "Genau dieser Trainer war dem FC Bayern mal, ich glaube, 25 Millionen Euro wert. Sie haben ihn dann entlassen und wollten ihn wieder zurückholen. Das wissen wir, weil wir genau zu der Zeit mit Julian in Vertragsgesprächen waren."

dpa

Mehr zum Thema