Jahresbilanz Zahl der Organspenden in NRW leicht gestiegen

Ein Organspende-Ausweis dokumentiert die Entscheidung. (Archivbild) Foto: Michael Kappeler/dpa
Ein Organspende-Ausweis dokumentiert die Entscheidung. (Archivbild) Foto
© Michael Kappeler/dpa
In NRW haben 190 Menschen nach ihrem Tod im vergangenen Jahr Organe gespendet, ein geringfügiger Anstieg. Es reicht deutschlandweit nicht für alle Patienten auf den Wartelisten, sagt die Stiftung DSO.

Die Zahl der Organspender hat in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr leicht zugenommen. Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mitteilte, gab es im bevölkerungsreichsten Bundesland 190 Spenderinnen und Spender. 2024 hatte die Stiftung 168 und 2023 166 spendende Personen gezählt.

Deutschlandweit spendeten 2025 laut DSO insgesamt 985 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe. Das entspreche 11,8 Spenderinnen und Spendern pro eine Million Einwohner. Trotz Anstiegs reiche die Zahl der Spenderorgane weiterhin nicht aus, um bundesweit allen Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten eine Transplantation zu ermöglichen. 

In NRW wurden im vergangenen Jahr 586 Organe postmortal gespendet - etwas mehr als jeweils in den beiden Jahren zuvor (2024: 495 und 2023: 503). Insgesamt konnten 746 Organe transplantiert werden. 

Die DSO begrüßte, dass die Politik erneut über eine Widerspruchslösung diskutiere. Sie würde bedeuten, dass jeder Bürger grundsätzlich als Organspender gilt, solange er nicht aktiv widersprochen hat. Aktuell gilt hingegen eine Zustimmungslösung.

dpa