Der Prozess um den tödlichen Auto-Anschlag auf eine Verdi-Demo in München wird im Frühsommer sechs Wochen unterbrochen. Was die Gründe sind und wie es weitergeht.
Mit blutverschmierten Händen geht ein junger Mann in der Nähe des Holocaust-Mahnmals auf Polizei zu. Kurz zuvor soll er einen Touristen beinahe getötet haben. Wochenlang saß er schweigend vor Gericht.
Vor einem Jahr raste ein Autofahrer in München in einen Demo-Zug, tötete Mutter und Kind und verletzte Dutzende Menschen. Für die juristische Aufarbeitung nimmt sich das Gericht nun noch mehr Zeit.
Das Oberlandesgericht im rheinland-pfälzischen Koblenz hat einen US-Bürger wegen Spionageaktivitäten für China zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Laut Urteil hatte Martin D. zwischen 2017 und 2023 für einen zivilen Vertragspartner des US-Verteidigungsministeriums gearbeitet.
Ein Jahr nach dem tödlichen Anschlag bei einer Verdi-Demo in München wird am Tatort der Opfer gedacht. Keine 500 Meter entfernt läuft zugleich der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter weiter.