Philosoph und Dokumentarfilmer Bernard-Henri Lévy über Russlands Strategie im Winter: "Putin agiert wie ein Kaiser Nero"

Bernard-Henri Lévy (links) im Schützengraben in der Ukraine
Bernard-Henri Lévy (links) im Schützengraben in der Ukraine
© Marc Roussel
Seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine dokumentiert der französische Philosoph und Publizist Bernard-Henri Lévy in unregelmäßigen Abständen das Geschehen vor Ort. An einen Frieden mit Putins Regime glauben die Menschen nicht, sagt er. 

Herr Lévy, Sie sind gerade mit einem Filmteam in die Kriegsgebiete im Osten und Süden der Ukraine gereist. Haben Sie Hinweise auf Kriegsverbrechen gesehen? Konnten Sie diese dokumentieren?

Natürlich habe ich die Hinweise gesehen. Und natürlich haben wir sie auch gefilmt. Insbesondere die Folterkammern. Davon gab es mehrere. In einer davon sahen wir eine Zelle, deren Boden noch blutverschmiert war. Ich habe keine Personen interviewt, die diese Folter erlitten haben. Aber diese Kerkerzellen, diese verschütteten Folterkammern, sie sind auf unserem Material.

Wo war das?

Mehr zum Thema

Newsticker