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Meinung prominenter Männer Sean Penn: Diese zehn Dinge muss der Westen tun, um Putin zu besiegen

Sean Penn
Sean Penn setzt sich seit Langem für die Ukraine ein
© Uncredited / Picture Alliance
Gemeinsam mit Salman Rushdie, Sting und Bernard-Henri Lévy hat Sean Penn einen Kommentar geschrieben, in dem er erklärt, wie der Westen der Ukraine beistehen muss. 

Sean Penn nutzt seine Bekanntheit nicht nur, um Spenden für seine Non-Profit-Organisation "Core" zu generieren, die Geflüchteten aus der Ukraine zur Hilfe steht. Sondern er stellt auch konkret Forderungen an den Westen. 

Ukraine: Sean Penn formuliert Forderungen

In der Zeitung "The Telegraph" hat der Schauspieler und Filmemacher gemeinsam mit dem Intellektuellen Bernard-Henri Lévy, Musiker Sting und Autor Salman Rushdie Schritte formuliert, die der Westen unternehmen sollte. 

An erster Stelle, schreiben die vier prominenten Männer, sollten die internationalen Gerichte untersuchen, ob man Putin hinsichtlich Kriegsverbrechen anklagen könne. "Länder, die der Ukraine dringende Militärhilfe leisten, müssen sicherstellen, dass ihre Lieferungen ordnungsgemäß erfolgen und für die aktuelle taktische Situation möglichst nützlich sind", ist der zweite Punkt auf ihrer Liste, außerdem sollten die westlichen Geheimdienste der russischen Bevölkerung offenlegen, wie korrupt ihre Politik und Wirtschaft sind. Das solle anhand von Bankdaten belegt werden. Neben Flugzeugen sollten auch russische Schiffe blockiert werden, lautet der vierte Punkt. 

Gemeinsam mit Sting, Salman Rushdie und Bernard-Henry Lévy

Europäische und US-amerikanische Unternehmen sollten Handel mit Russland sofort beenden, so der Aufruf. Erst vor wenigen Tagen animierte Sean Penn seine Mitbürger:innen, Produkte von Coca-Cola, Pepsi und McDonald's nicht mehr zu kaufen. Die drei Firmen hatten noch gezögert, bevor auch sie nun den Handel mit dem Land aussetzten. Einen Aufruf richteten die vier auch an die größten sozialen Netzwerke, die jegliche Propaganda verbieten sollten. Konkret wurden sie im Fall von Microsoft. "Microsoft sollte jeglichen Zugang zu seinen Diensten und Systemen in Russland sperren; westliche Cloud-Unternehmen sollten bis auf weiteres in Russland unzugänglich gemacht werden", schrieben die vier und forderten dazu auf, nicht nur Oligarchen und Politiker zu sanktionieren, sondern auch hochrangige Mitglieder des Militärs. Jegliche Auslandskonten von russischen Beamten sollten außerdem eingefroren werden. 

Schlussendlich sprachen die vier einen Punkt an, der die westlichen Länder schon länger beschäftigt: "Die Einfuhren von russischem Öl sollten in ganz Europa bis auf weiteres ausgesetzt werden, und Europa sollte daran arbeiten, seine Gasversorgung unverzüglich und dauerhaft zu diversifizieren." 

Sean Penn befand sich zu Beginn der russischen Invasion selbst in Ukraine und drehte dort eine Dokumentation über das Geschehen. Nach wenigen Tagen floh er zu Fuß mit seinen Kollegen über die polnische Grenze und ist jetzt zurück in Los Angeles. 

Quelle: "The Telegraph"

ls

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