Kampf gegen Covid-19 Diese Menschen organisieren die Impfung in Pflegeheimen – es ist "eine Mammutaufgabe“

Martin Gneiting und Lisa Federle
Martin Gneiting und Lisa Federle
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Lisa Federle und Martin Gneiting organisieren die Impfungen für 10.000 Bewohner von Pflegeheimen. Täglich kämpfen sie mit neuen ­Problemen – technisch, logistisch, medizinisch.
Von Ingrid Eissele

Seit knapp zwei Wochen blicken die Deutschen auf eine neue Zahl. Eine, die für Hoffnung steht. Täglich weist das Robert Koch-Institut sie aus. Zum Redaktionsschluss dieser stern-Ausgabe lag sie bei knapp 266.000. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen das schützende Vakzin des Herstellers Biontech/Pfizer gegen Sars-CoV-2 bislang erhalten haben. Doch über die Bewertung dieser Zahl wird so leidenschaftlich gestritten wie über die Aussagekraft von R-Wert, 7-Tage-Inzidenz und Intensivkapazitäten zu Beginn der Pandemie. Ist eine gute Viertelmillion nun viel oder wenig? Und warum erhielten in Israel schon über eine Million Menschen den Wirkstoff? Die Impfquote wird zum Ausdruck nationaler Leistungsfähigkeit. Dabei mahnte Tedros Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, schon im Dezember: "Wir werden die Pandemie nur dann wirklich beenden, wenn wir sie überall zur gleichen Zeit beenden. Und das gelingt nur, wenn wir einige Menschen in allen Ländern impfen, statt alle Menschen in einigen Ländern zu impfen." Dennoch fragen sich viele, warum es in einem der reichsten Länder der Welt nicht schneller geht mit dem Impfen und ob Bundesregierung oder EU-Kommission mehr Dosen hätten bestellen können und müssen.

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