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Trump entgleitet die Situation USA global am schlimmsten von Corona betroffen – Südstaaten steuern auf schwere Krise zu

Donald Trmp mit verschränkten Armen im Oval Office
Die Corona-Krise bringt Donald Trump immer stärker unter Druck. Der US-Präsident hatte die Gefahr zunächst kleingeredet - und dringt bereits seit Monaten auf eine rasche Rückkehr zur Normalität
© Saul Loeb / AFP
Knapp zweieinhalb Millionen Infizierte, besonders schlimm ist die Lage im Süden der USA: Die Corona-Pandemie stürzt die Vereinigten Staaten in eine tiefe Krise. Dabei dringt Präsident Trump sogar auf Lockerungen der Vorsichtsmaßnahmen.

In den USA verschärft sich die Krise wegen den Coronavirus-Pandemie erneut drastisch. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität vom Mittwoch wurden binnen 24 Stunden 35.900 neue Infektionsfälle verzeichnet - fast so viele wie zum bisherigen Höhepunkt der Krise im April. Besonders deutlich ist der Anstieg der Zahlen im Süden des Landes. Die Bundesstaaten New York, New Jersey und Connecticut ordneten deshalb an, dass aus mehreren Staaten des Südens kommende Reisende in Quarantäne müssen.

Die Gesamtzahl der registrierten Infektionen in den USA liegt nach Angaben der Universität bei knapp 2,4 Millionen. Die Zahl der verzeichneten Todesopfer stieg um weitere 756 Fälle auf etwa 121.900. 

USA weltweit am schlimmsten betroffen

Die Vereinigten Staaten sind das mit Abstand am härtesten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Seit zwei Wochen verzeichnen sie in rund der Hälfte ihrer 50 Bundesstaaten deutlich steigende Ansteckungsraten.

Dies gilt besonders für Regionen des Südens - so registrieren die Bundesstaaten Texas und Florida derzeit ihre höchsten Infektionsraten seit Beginn der Krise. Beobachter führen dies unter anderem auf eine voreilige Lockerung der Corona-Beschränkungen zurück. Der texanische Gouverneur Greg Abbott appellierte nun an die Einwohner, möglichst daheim zu bleiben und beim Verlassen ihrer Häuser Atemschutzmasken zu tragen.

New York und seine Nachbarstaaten New Jersey und Connecticut ordneten eine zweiwöchige Quarantäne für aus Alabama, Arkansas, Arizona, Florida, South Carolina und Texas eintreffende Reisende an. Bei Verstößen in New York drohen Geldstrafen von 2000 Dollar sowie 5000 Dollar im Wiederholungsfall, wie Gouverneur Andrew Cuomo mitteilte.

Reisende aus den inzwischen besonders von der Pandemie betroffenen Gegenden könnten "die Infektion mit sich bringen", warnte Cuomo. "Wir sollten der Realität ins Auge sehen. Leugnen ist keine Lebensstrategie."

New York hat das Coronavirus mittlerweile eingedämmt

Der Schritt zeigt, wie sich die Coronavirus-Krise in den USA regional verlagert hat: Lange Zeit waren der Bundesstaat New York und die gleichnamige Millionenstadt das Epizentrum der Pandemie, dort starben mehr als 30.000 Menschen.

Zwischenzeitlich verlangten andere Bundesstaaten, dass sich New Yorker bei einem Besuch in Quarantäne begeben. Mit strikten Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen und Geschäftsschließungen konnte die Lage in der Metropole aber in den vergangenen Monaten unter Kontrolle gebracht werden.

Kritiker geben Präsident Donald Trump eine Mitschuld an den verheerenden Auswirkungen des Coronavirus in seinem Land. Der Präsident hatte die Gefahr durch den neuartigen Erreger zunächst kleingeredet - und dringt bereits seit Monaten auf eine rasche Rückkehr zur Normalität. Vor einigen Tagen nahm Trump auch seine Wahlkampfkundgebungen auf. Er trägt dabei keine Maske.

Wegen der steigenden Infektionszahlen prüft die Europäische Union Medienberichten zufolge, US-Reisenden auch nach der ab dem 1. Juli geplanten schrittweisen Öffnung der EU-Außengrenzen die Einreise zu verweigern. US-Außenminister Mike Pompeo sagte dazu, er erwarte eine Einigung mit der EU über eine Wiederaufnahme des Reiseverkehrs "in den kommenden Wochen". Die USA wollten sich keinem Corona-Risiko durch Reisende aus dem Ausland aussetzen und selbst anderen Ländern keine "Probleme" bereiten.

anb AFP

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