Corona-Epidemie Sie leitet eine Klinik. Das ist ihr Tagebuch in Corona-Zeiten – "Das Virus zermürbt"

Klinik-Leiterin Raab (l.) in einer Teambesprechung
Klinik-Leiterin Raab (l.) in einer Teambesprechung auf Station 2
© Sandra Schildwächter
220 Betten, 350 Mitarbeiter, eine drohende Pleite – und dann kommt Corona. Eine Klinik-Leiterin über die aufreibendsten Wochen ihres Lebens.
Von Andreas Hoffmann

Netflix gucken, Eierlikör trinken und bloß keinen Anruf aus der Klinik – das hatte sich Erika Raab, 47, zu Weihnachten gewünscht. Doch daraus wurde nichts. Der Anruf kam, ein Notfall. Erika Raab ist Geschäftsführerin der Kreisklinik Groß-Gerau in Hessen, und als sie vor über anderthalb Jahren begann, stand das Haus vor der Pleite. Corona kam, und Raab schaffte durch eine Sanierung kurzzeitig die Trendwende – doch dann rollte die zweite Virus-Welle durch das Land. Nun kämpft die Klinik ums Überleben, jeden Tag. Erika Raab hat für den stern aufgeschrieben, wie sie die Zeit von November bis Januar erlebte.

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