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Zuckerberg sammelt Spenden Facebook führt Schaltfläche für Ebola-Spenden ein


Facebook-Gründer Mark Zuckerberg macht es den Nutzern seiner Plattform leicht, sich am Kampf gegen das Ebola-Virus zu beteiligen: Auf Facebook gibt es künftig eine Schaltfläche für Spenden.

Wer sich mit Spenden am Kampf gegen die Ebola-Epidemie beteiligen will, soll das bei Facebook künftig mit wenigen Klicks tun können. Das soziale Online-Netzwerk führt laut einer Firmenmitteilung vom Donnerstag eine eigene Schaltfläche für diesen Zweck ein, die Nutzern am oberen Ende ihrer "Neuigkeiten"-Leiste angezeigt werden soll. Darüber könnten dann potenzielle Spender mit wenig Aufwand direkt Geld überweisen an die Hilfsorganisationen Save the Children und International Medical Corps oder an den weltweiten Dachverband des Roten Kreuzes.

"In Krisenzeiten informieren sich die Leute bei Facebook darüber, was passiert, sie tauschen dort ihre Erfahrungen aus und bieten Hilfe an", hieß es in der Firmenmitteilung. Zwar hätten die drei Organisationen schon in der Vergangenheit via Facebook um Spenden geworben, aber die neue Funktion solle Zahlungen noch einfacher machen.

Zuckerberg selbst spendet 20 Millionen Euro

"Sämtliche Spenden werden direkt an die Wohltätigkeitsorganisationen fließen, die sich vor Ort engagieren", verspricht Facebook seinen Nutzern. Auch mit dem Kinderhilfswerk Unicef bestehe eine Kooperation, um über Ebola-Symptome und Behandlungsmöglichkeiten in den westafrikanischen Seuchengebieten aufzuklären.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hatte vergangenen Monat bekannt gegeben, dass er und seine Ehefrau 25 Millionen Dollar (20 Millionen Euro) für Ebola-Hilfsprogramme aus den USA bereitstellen. Von der hochgefährlichen Virusinfektion sind vor allem Liberia, Sierra Leone sowie Guinea betroffen.

Nach jüngsten Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben bislang 4818 Menschen in acht Ländern an der Seuche. WHO-Chefstratege Christopher Dye geht jedoch von einer weit höheren Dunkelziffer aus: Da höchstwahrscheinlich viele Leichen heimlich beerdigt würden, liege die wahre Opferzahl vermutlich eher doppelt so hoch, sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Seine Einschätzung begründete Dye damit, dass die Sterblichkeitsrate in den Ebola-Epidemiezentren bei rund 70 Prozent liege - und bereits mehr als 13.000 Infizierte registriert worden seien.

jen/AFP AFP

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