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Aldi, Rewe, Lidl und Tchibo getestet: Greenpeace findet gefährliche Chemikalien in Kinderkleidung

Fortpflanzungsgefährdend, akut toxisch und krebserregend: In einem Test kommt Kinderkleidung aus dem Supermarkt nicht gut weg. Mehr als die Hälfte der Proben wies gesundheitsschädliche Stoffe auf.

Gefährlicher Kauf: In einigen Proben von Kinderkleidung wurden die Grenzwerte deutlich überschritten

Gefährlicher Kauf: In einigen Proben von Kinderkleidung wurden die Grenzwerte deutlich überschritten

Kinderkleidung aus dem Supermarkt enthält einem Test der Umweltschutzorganisation Greenpeace zufolge häufig umwelt- und gesundheitsschädliche Chemikalien. Bei einer Laboruntersuchung von 26 Produkten seien in mehr als der Hälfte der Proben gefährliche Stoffe "oberhalb der Vergleichs- und Vorsorgewerte" gefunden worden, teilte Greenpeace am Donnerstag mit. Einige dieser Stoffe gelten demnach als krebserregend. Während das Tragen nicht unmittelbar die Gesundheit schädige, gelangten die Chemikalien in Umwelt und Nahrungskette.

Schuhe waren in dem Greenpeace-Test am höchsten belastet. Kinderschuhe von Aldi enthielten mehr als 190 Milligramm Dimethylformamid (DMF) pro Kilogramm, wie die Umweltschutzorganisation mitteilte. DMF gelte als "fortpflanzungsgefährdend, akut toxisch und gesundheitsschädlich bei Hautkontakt". Das Umweltbundesamt (UBA) empfehle Höchstwerte von zehn Milligramm pro Kilo, da sich die Substanz aus dem Material lösen könne.

Alle getesteten Kinderschuhe über Grenzwert

Die meisten Schuhe wiesen einen "stechenden Geruch" auf. Dies deute häufig auf 2-Phenyl-2-propanol (2PP) oder Acetophenon hin, erklärte Greenpeace. Diese Substanzen können den Angaben zufolge Allergien und Hautreizungen auslösen. In sieben von 14 getesteten Kinderschuhen sei 2PP oberhalb des Vergleichswerts von zehn Milligramm pro Kilogramm gefunden worden. Alle drei getesteten Kinderschuhe des Discounters Lidl überschritten demnach diesen Wert.

Die Kinder-Gummistiefel von Tchibo seien am stärksten mit dem potentiell krebserregenden Naphthalin aus der Gruppe der Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) belastet gewesen. In ihnen sei der Stoff in einer Konzentration von 2,2 Milligramm pro Kilo festgestellt worden. Ab Ende 2015 gilt in der EU für Kinderprodukte mit Hautkontakt ein Grenzwert von 0,5 Milligramm pro Kilo für krebserregende PAK-Stoffe.

mod/AFP / AFP

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