Corona-Krise Italien unter Quarantäne: Warten, dass dieser Albtraum endet

Gottesdienste sind abgesagt
Ein stilles Gebet, allein – wie alle Veranstaltungen sind auch die Gottesdienste vorerst abgesagt
© Gabriele Galimberti
Mit der Dauer der Quarantäne wächst in Italien die Angst. Denn auf die drängendste Frage hat niemand eine Antwort: Wie wird es weitergehen?
Von Gea Scancarello

Die Provinzstraße führt durch die Felder, die lang, flach und menschenleer daliegen. Sie schlängelt sich durch die Poebene, diese Landschaft, die so seltsam still geworden ist, vorbei an dürren Bäumen und Glockentürmen, die sich am Horizont abzeichnen. Der Frühling beginnt, aber niemand bearbeitet die Äcker und Ländereien – nur wenn man genau hinschaut, sieht man schemenhafte Gestalten, die im Nebel wie Geister aussehen. Sie gehen am Straßenrand, sie gehen langsam: Dieser Spaziergang ist ihr Moment der Freiheit. Sie müssen atmen, sie brauchen in dieser Zeit frische Luft, um Kraft zu schöpfen. Denn wenn wieder die Sirene eines Krankenwagens ertönt, fragen sie sich unwillkürlich, wen sie dieses Mal abholen.

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