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TV-Kritik

RTL-Show "Das Jenke-Experiment": Jenke isst zwei Wochen ausschließlich Fleisch – das passiert mit seinem Körper

Was verändert sich in unserem Körper, wenn wir zwei Wochen lang nur Fleisch essen? Das will RTL-Reporter Jenke von Wilmsdorff herausfinden. Das Fleisch fordert schnell seinen Tribut.

Jenke von Wilmsdorff isst zwei Wochen lang ausschließlich Fleisch.

Jenke von Wilmsdorff isst zwei Wochen lang ausschließlich Fleisch.

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Jenke von Wilmsdorff liebt das Extrem: Im Rahmen seiner – durchaus umstrittenen – Selbstversuchs-Sendung "Das Jenke-Experiment" nahm der RTL-Reporter schon harte Drogen, meisterte den Alltag im Rollstuhl und benebelte sich im Dauerrausch. Auch heulte er sich durch künstliche Wehen und wurde unter ärztlicher Aufsicht magersüchtig. In der aktuellen Folge setzt er sich 90 Minuten lang mit unserem Fleischkonsum und den Folgen für den Körper auseinander. Schließlich hat er in seinen mehr als 50 Jahren schon weit über 1100 Tiere verputzt, rechnet er zu Beginn der Sendung vor.

600 Gramm Fleisch auf einen Schlag

Auch diesmal kennt von Wilmsdorff nur zwei Extreme: Zwei Wochen lang ernährt er sich ausschließlich von Billigfleisch, anschließend schwenkt er zwei Wochen lang auf eine vegane Ernährungsweise um. Dabei wird er die gesamte Zeit ärztlich betreut.  

Zum Auftakt des Experiments sind alle Vitalwerte des RTL-Reporters im grünen Bereich. Dann steigert er seinen Fleischkonsum radikal, jeden Tag landet fast ein Kilogramm auf dem Teller. Die Folgen bekommt er bereits in der ersten Nacht zu spüren: "600 Gramm Fleisch auf einen Schlag sind eine ziemlich üble Sache", beginnt er seinen Monolog, während er abends im Bett liegt und kein Auge zubekommt. "Boah, ich platze. Ich merke richtig, wie mein Magen denkt 'Sag mal spinnst du Jenke, was soll das?'"

Das Fleisch fordert seinen Tribut

Zu diesem Zeitpunkt ahnt er noch nicht, dass es noch weiter bergab gehen wird. Am zweiten Abend zwingt er sich abends, 880 Gramm Fleisch in nur einer Mahlzeit zu essen. Zusätzlich zu den vier Wurstbrötchen, die er tagsüber verzehrte. Es dauert nicht lange, bis sein Körper rebelliert: "Meine Hand tut so weh nach dem Schweinefleisch heute Abend, ich weiß gar nicht wie ich die halten soll. Wenn ich die ablege, pocht das und die kleinste Bewegung verursacht einen stichartigen Schmerz", sagt er abends im Bett.

Am nächsten Tag ist sein linker Arm kaum zu gebrauchen, die Hand kann er kaum noch bewegen, der Schmerz wandert in den Ellenbogen. Doch Jenke will das Experiment nicht abbrechen: "Ich will wissen, woher das kommt, ob das mit dem Fleisch zusammenhängt."

Ein schneller Check beim Arzt zeigt: Durch den extremen Fleischkonsum ist der Harnsäurewert im Blut nach oben geschnellt. Die Folge ist eine Arthritis, ein Gicht-Anfall. Harnsäure entsteht beim Abbau von Purinen, die zum hohen Maße im Fleisch enthalten sind. Die Harnsäurekristalle lagern sich in Gelenken, Sehnen und Schleimbeuteln ab – und verursachen Schmerzen.

Jenke braucht Ibuprofen zum Schlafen

"So eine massive Reaktion nach zwei Tagen überrascht mich sehr. Natürlich ist das ein starkes Zeichen", so Wilmsdorff. Doch selbst nach der ärztlichen Einschätzung denkt er nicht ans Aufhören: "Ich will weitermachen." Um nachts schlafen zu können, schluckt er Ibuprofen.

Sein Fazit nach zwei Wochen: "Ich habe jetzt jeden Tag knapp ein Kilogramm Fleisch gegessen. Ich kann das nicht mehr riechen. Ich kann es nicht mehr sehen und ich mag es nicht mehr essen. Ich fühle mich schlapp, meine Haut hat sich verändert und über die Verdauung müssen wir nicht reden."

Jenke startet vegane Phase

Nun startet Phase zwei des Experiments: Jenke lebt nicht nur fleischfrei, sondern ernährt sich komplett vegan. Er konsumiert also keine tierischen Produkte, weder Eier noch Milch noch Käse. Keine einfache Angelegenheit für den RTL-Mann, der von sich selbst sagt, kein "Gemüse-Fan" zu sein.

Die Gicht, unter der er in der ersten Phase des Experiments litt, ist schnell vergessen. Schon nach wenigen Tagen fühlt er sich besser und nicht mehr träge, meint er.

Sind die Bakterien glücklich, sind wir es auch

Nach zwei Wochen hat er nicht nur einen zwei Zentimeter geringeren Bauchumfang, wie die finale Untersuchung zeigt. Er hat auch deutlich bessere Laune. Kein Zufall, meint sein betreuender Arzt: Im Zuge der veganen Ernährung kam es zu "einer gigantischen Vermehrung der darmschützenden Bakterien. Und wenn unsere Bakterien glücklich sind, sind wir es auch."

Auch die Blutwerte sind vielversprechend: "In der Fleischphase ist das schlechte LDL-Cholesterin deutlich nach oben gestiegen, um 30 Prozent", erklärt der Arzt. "Nach der veganen Phase ist es um die gleiche Menge heruntergesaust und sogar besser gewesen als zum Start des Experiments."

Die vollständige Sendung können Sie bei TV Now ansehen.

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