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Sie läuft. Er rennt. Vegan zur neuen Bestzeit? Wie Läuferinnen und Läufer von der richtigen Ernährung profitieren

Gesunde Ernährung und Laufen: Eine Frau isst Obstsalat
Vor allem Sportlerinnen und Sportler sollten auf ihre Ernährung achten. Besonders Obst und Gemüse sollten feste Bestandteile einer gesunden Lebensweise sein. 
© Rasulovs/ Getty Images
Wer regelmäßig läuft, kann durch eine gesunde Ernährung seine Leistung verbessern. Vor allem der Verzicht auf Fleisch und Zucker wirkt sich positiv auf das Mikrobiom von Läuferinnen und Läufern aus.

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Was wir essen, beeinflusst wesentlich unsere Gesundheit. Andreas Michalsen, Professor und Internist an der Berliner Charité, sagt: "70 Prozent aller chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Probleme haben ihre Ursache auch in falscher Ernährung." Vor allem der hohe Fleischkonsum richtet viel Schaden an. Die Überdosis tierischer Proteine tut uns nicht gut. Schon der Verzehr von 100 Gramm rotem Fleisch pro Tag steigert das Sterblichkeitsrisiko um fast 30 Prozent. Besonders Proteine aus dieser Quelle scheinen im menschlichen Körper schädliche Entzündungsprozesse auslösen, die als Ursache für allerlei Zivilisationskrankheiten sowie vorzeitiges Altern gelten.

Außerdem enthält das meist in Massentierhaltung erzeugte Fleisch oft Spuren von Antibiotika, die unsere Mikrobiom schädigen können. Und das ist nicht gut für uns. Denn die rund 40 Billionen Mikroben, die auf uns und in uns Leben, bilden eine Art Superorgan - ohne das der Mensch nicht überlebensfähig wäre. Es ist eine Symbiose und nur wenn es den Pilzen, Bakterien und Viren, die gemeinsam unser Mikrobiom bilden, gut geht,  geht es uns auch gut.

 

Eine gesunde Ernährung muss nicht kompliziert sein

Auch deswegen stellen sich immer mehr Läuferinnen und Läufer die Frage, wie eine gesündere Ernährung funktioniert. Und was sie beachten müssen, wenn sie auf Fleisch verzichten. In der neuen Folge des Podcast "Sie läuft. Er rennt" setzen wir uns genau mit diesem Thema auseinander. Wir sprechen darüber, was wir machen können, damit unser Mikrobiom in einem gesunden Gleichgewicht bleibt. Die Wissenschaft ist dabei ganz eindeutig. Es ist gar nicht kompliziert – für uns funktioniert am besten eine betont pflanzliche Ernährung mit viel Obst sowie Gemüse und regelmäßige längere Essenspausen. 

Die Abkehr von tierischen Produkten ist auch ein Trend, der sich unter Profisportlerinnen und Sportlern immer mehr durchsetzt. Schon in den 80er-Jahren wurde der legendäre 100-Meter Läufer Carl Lewis zum Veganer und stellte fest, dass man gar kein Fleisch braucht, um sehr schnell laufen zu können. Danach gewann er noch drei Mal Gold bei den Olympischen Spielen. Sogar der Schwergewichtsboxer Mike Tyson lebt heute vegan, weil er an Bluthochdruck litt. Gerade gelang ihm im Alter von 54 Jahren ein fulminantes Comeback im Boxring. Der Langstreckenläufer Scott Jurek ist seit vielen Jahren Veganer – er lief innerhalb von 24 Stunden unglaubliche 266 Kilometer am Stück. Das sind nur drei Beispiele von vielen. Alle eint die Erfahrung, dass sie nach ihrer Abkehr von Fleisch und Co. sich deutlich besser und vor allem gesünder fühlen.

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Auch bei den Profis funktioniert eine vegane Ernährung

Und damit sind sie auch Vorbild für viele Freizeit-Läuferinnen und -Läufer. Aber die Unsicherheiten sind groß. Viele fragen sich, ob eine vegane Ernährung den Körper beim Sport mit ausreichend Nährstoffen versorgt. Ein wichtiges Thema – wir geben dazu die Antworten in der neuen Folge unseres Lauf-Podcasts "Sie läuft. Er rennt." Außerdem reden wir darüber, wie schlecht Zucker für unseren Körper ist, warum wir trotzdem nur so schlecht davon loskommen und was es mit dem Intervallfasten auf sich hat.


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