HOME

Sorgentröster Alkohol: Wine-Mom: Wie Internet-Memes das Trinken bei Müttern salonfähig gemacht haben

Die Wine-Mom fing als Scherz im Internet an – eine Grafik mit einem Glas Wein war die Antwort auf jeden Stress. Inzwischen wurde das Glas für Mama ein echter Lebensstil. Doch es formiert sich Widerstand gegen "the new normal".

In der Wine-Mom-Kultur wird das Glas zum ständigen Begleiter.

In der Wine-Mom-Kultur wird das Glas zum ständigen Begleiter.

Getty Images

Kinder sind anstrengend. Sie nerven an der Supermarktkasse. Sie wollen das Essen nicht verspeisen. Oder sie werfen es auf den Boden. Dann prügeln sie sich. Schlimm, schlimm – aber dafür gibt es ja ein Gläschen Wein.

Zuerst war das Wein-Mama-Phänomen nur ein Witz – ein paar Memes im Internet, mit der Mütter ihren Frust auf die Schippe nahmen. Was ihnen auch zustieß, teilten sie es im Internet, wurde darunter als Trost ein Gif mit Glas gepostet. Doch inzwischen ist aus dem Spaß ein echter Lebensstil geworden.

Beschwipst ist der neue Standard

Die Mütter-Welt nicht allein in den USA scheint gespalten. Die eine Seite feiert Alkohol als kulturell akzeptable Erholung vom Alltagsstress. Die Spaßfraktion trägt entsprechende T-Shirts, kreuzt mit Champagner im Gepäck beim Kindernachmittag auf und zum Rasenspiel am Wochenende wird "Mama Saft" im Kühler mitgenommen. Das Ganze wurde als weibliches Empowerment wahrgenommen: Was die Männer mit ihrer Bier- und Whiskeykultur schon immer durchziehen, adaptieren nun die Ladys – mit Chardonnay statt Budweiser. Der kleine Schwips schon am Vormittag ist salonfähig geworden.

Wenig überraschend, dass sich ein paar Jahre später die Probleme des weinklebrigen Lebensstils zeigen. Je mehr sich dieser Lebensstil verbreitet hat, umso stärker melden sich die Kritiker zu Wort. Einerseits werden Wellness und bewusste Ernährung beschworen, und andererseits steigt der Alkoholkonsum von Frauen im mittleren Alter an. Yoga und Hangover - das passt schlecht zusammen.

Von der Auszeit zur Flucht

Ashley Abramson berichtete in der "Washington Post" wie ihre kleinen Auszeiten vom Alltag schnell zu einem Leben auf der Flucht wurden. Flucht vor ihrem Leben als Mutter. Typisch für die Wirkung von Alkohol unterdrückte der Rausch schlechte Gedanken und Stimmungen zuverlässig, aber sobald Abramson wieder nüchtern wurde, tauchten die unterdrückten Gefühle mit neuer Vehemenz auf – die nächste Auszeit war angesagt. "Für mich lag der Reiz des Alkohols darin, dass er mich wie eine Falltür aus dem Käfig meiner Gefühle herausbrachte, eine schnelle und einfache Möglichkeit, die Fragen nach dem Leben, mit denen ich täglich konfrontiert wurde, zum Verstummen zu bringen." Die Dosis steigerte sich. "Eines Nachts, als mein Sohn etwa ein Jahr alt war, trank ich so viele Margaritas, dass ich den ganzen nächsten Morgen damit verbrachte, mich zu übergeben."

Die Wein-Mama-Kultur ist nicht heimlich und verschämt. Sie ist eingebettet in populäre Online-Memes und die allgemeine Akzeptanz, dass die Elternschaft hart ist und eine Weinflasche die probate Methode ist, um Monotonie und Stress wegzuspülen. Es gibt T-Shirts, Vorhänge, Tassen, Untersetzer - alles versehen mit Slogans wie "They whine, I wine" und "Mommy needs an alcohol day". Ein Klassiker: "Mommy's fidget spinner" mit der Grafik eines Korkenziehers.

Mamas kleiner Helfer

Jaime Roche, 42, sagte zur "Wapo": "Wenn du dich vom Trinken abwendest, siehst du erst, wie weit es verbreitet ist - ich bekomme ständig Beiträge auf Facebook, die sagen: "Ich brauche einen Drink, meine Kinder machen mich verrückt."". Einerseits ist das ehrlich, andererseits etabliert es eine neue Normalität. Das Teilen und Liken und Retweeten festige die Alkoholkultur der Mütter, so Roche. "Als ich heiratete und Kinder hatte, und mein ganzes soziales Leben aufhörte, freute ich mich immer auf dieses Glas Wein, wenn die Kinder schliefen. Es war meine Art zu sagen: "Richtig, ich bin von der Arbeit zu Hause" und ich würde jetzt ein oder zwei Gläser Wein trinken ", erzählte Louise "Stuff New Zealand". Morgens ging es ihr meist schlecht, aber sie stellte schon die nächste Flasche Wein kühl.

Die sober-curious Bewegung propagiert nun einen nüchternen und neugierigen Lebensstil. Den Gegenentwurf zur Wine Mum. Die Bewegung geht zurück auf die Britin Ruby Warrington und ihr Buch "Sober Curious: The Blissful Sleep, Greater Focus, Limitless Presence, and Deep Connection Awaiting Us All on the Other Side of Alcohol". Ziel ist es, zu demonstrieren, dass ein Lebensstil ohne Alkohol andere reichere Erfahrungen möglich mache.

Lesen Sie auch:

Wie ein Marathonlauf einem Party-Girl half, den Alkohol zu besiegen

Wenn Frauen trinken: Ein Schlaglicht auf eine Krankheit, die sich oft im Dunkeln abspielt

Sexversessen, betrunken und geldgierig – das törnt Männer beim Daten ab

kra

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(