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Podcast "Wickert trifft": Markus Söder spricht mit Ulrich Wickert über seine Fehler, "Star Wars" - und die Kanzlerschaft

Kaum ein Politiker genießt derzeit so viel Vertrauen wie Markus Söder. In seinem Podcast "Wickert trifft" kommt Ulrich Wickert dem bayerischen Ministerpräsident ungewöhnlich nah - und zeigt einen nachdenklichen Menschen mit einer Vorliebe für Science-Fiction.

Markus Söder bei "Wickert trifft"

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder im Gespräch mit Ulrich Wickert. Mehr als eine Stunde sprachen die beiden in der ersten Folge des neuen Podcasts "Wickert trifft" miteinander.

Kaum ein Politiker hat in der Corona-Krise so stark mit gutem Krisenmanagement gepunktet wie Markus Söder: Umfragen zufolge sähen ihn viele Deutsche gerne als Nachfolger von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Keine Frage: Der bayerische Ministerpräsident ist der Mann der Stunde - und der ideale erste Gast für den neuen Podcast "Wickert trifft", der bei Audio Now abrufbar ist.

Mehr als eine Stunde lang plauderte der frühere "Mr. Tagesthemen" Ulrich Wickert mit dem gebürtigen Franken über seinen Werdegang, und kam dem Politiker in entspannter Gesprächsatmosphäre sehr nahe. Söder erzählte, wie ihm sein Vater früh prophezeit habe: "Bub, Du hast zwei linke Hände, du kannst nur Pfarrer oder Politiker werden. Für was Anständiges wird’s nicht reichen."

Dass seine politische Heimat nicht in der Sozialdemokratie liegt, wurde ihm früh klar: 1972 sei er einmal mit einem Willy-Brandt-Aufkleber nach Hause gekommen und haben von seinem Vater Schelte bekommen. "Ich wusste deswegen seit meinem fünften Lebensjahr: SPD bedeutet Ärger", scherzt Söder. 

Markus Söder gibt sich selbstkritisch

In dem Podcast rekapituliert der CSU-Politiker noch einmal seine rasante Karriere - und gibt sich auch selbstkritisch: Über seine umstrittene Anordnung, dass in jedem Dienstgebäude des Freistaats ein Kreuz anzubringen sei, sagt er heute: "Manches würde ich heute sicherlich anders machen, auch in der Form. Das war sicherlich nicht optimal."

Wickert trifft.

In der ersten Folge seines neuen Podcasts "Wickert trifft" spricht Ulrich Wickert mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Der Podcast ist bei Audio Now und weiteren bekannten Plattformen abrufbar.

Wickert konfrontiert den Politiker auch mit dem von von ihm im Wahlkampf 2018 verwendeten Begriff des "Asyl-Tourismus" und bezeichnet ihn als "rechten Populisten". Söder gesteht auch hier Fehler ein: "Wir haben zugelassen, dass der Eindruck entstand, wir stehen auf der dunklen Seite der Macht, so will ich es einmal als alter Star-Wars-Fan sagen." Das sei ein schwerer Fehler gewesen, den er ziemlich hart habe korrigieren müssen. In "Wickert trifft" sagt er klar: "Wir müssen die AfD bekämpfen. Es ist falsch, sie zu unterschätzen. Und es ist falsch zu glauben, wenn man etwas Ähnliches denkt und es vielleicht nur anders ausdrückt, gewinne man Wähler zurück."

In dem Podcast gibt sich der CSU-Chef auch als Anhänger sowohl von "Star Wars" als auch von "Star Trek" zu erkennen: "'Star Wars' ist ja eher, sagen wir mal, ein bisschen mehr Mythologie. Da geht es um Gut und Böse und viel Technik. 'Star Trek' eher Philosophie. Was ist der Weg des Menschen in der Zukunft?"

Und wie steht es nun um seine weiteren politischen Ambitionen? Auf Ulrich Wickerts Frage, ob ein Bayer in Deutschland Kanzler werden kann, weicht er geschickt aus: "Bislang jedenfalls hat es nur einer geschafft, nämlich Ludwig Erhard, ein Franke." Wie Markus Söder.

Der Podcast "Wickert trifft" mit Markus Söder ist ab dem 25. Juni auf Audio Now und anderen bekannten Podcast-Plattformen abrufbar.

che