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Fake News: So hat eine Falschmeldung keine Chance

Bei Facebook und Co. verbreiten sich Fake News leider häufig wie ein Lauffeuer. Ein Experte erklärt, wie man Falschmeldungen erkennt.

So können User erkennen, ob es sich bei einer Meldung um Fake News handelt

So können User erkennen, ob es sich bei einer Meldung um Fake News handelt

Ist das wirklich wahr, was dort steht? Welche Nachricht stimmt? Zeitungsenten gab es schon immer, in Zeiten von sich per Social Media teils rasend schnell verbreitenden Fake News gilt es allerdings besonders skeptisch zu sein, wenn man einer solchen Falschmeldung nicht auf den Leim gehen möchte. Mit dieser Methode lassen sich Fake News ganz einfach selbst erkennen.

Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, dann "lockt es viele Menschen an. Menschen, die entsprechend gerne auf Social Media mit diesen Inhalten interagieren. Ob ein Wahrheitsgehalt dahintersteckt, muss man natürlich immer wieder aufs Neue prüfen", erklärt Andre Wolf, einer der Autoren von "Die Fake-Jäger" und Pressesprecher des Vereins "Mimikama", der Nachrichtenagentur spot on news. Wolf setzt sich mit "Mimikama" gegen Internetmissbrauch ein. Derzeit erreichen er und seine Kollegen damit rund 900.000 Social-Media-Fans und verbuchen etwa 38 Millionen Seitenaufrufe im Jahr.

Sechs wichtige Schritte

Doch wie einfach ist es, als Nutzer Fake News zu erkennen? "Wir haben hierzu tatsächlich einen kleinen Ablauf erstellt, den man mit ein wenig Übung leicht verinnerlichen kann", meint Wolf.

"1. Den eigenen Standpunkt kennen. Was erwarte ich? Wie rezipiere ich Inhalte?"

"2. Tendenziöse/manipulierte/falsche Inhalte erkennen können. Narrative und bestimmte Betrugsformen kennen. Es geht hierbei darum, überhaupt in der Lage zu sein, einen Verdacht schöpfen zu können."

"3. Absenderprüfung. Impressum beachten. Wer schreibt da überhaupt?"

"4. Inhaltlicher Gegencheck (Quellanalyse)"

"5. Bildercheck (Bildersuche, auch für Videos machbar)"

"6. Experten befragen"

"Anders arbeiten wir übrigens auch nicht", erklärt Wolf weiter. "Das kann tatsächlich jeder schaffen und es ist leider auch notwendig geworden. Hierzu bieten wir mittlerweile auch Bildungsvorträge und Workshops an."

Ein paar Beispielfragen

User sollten sich also bewusst darüber sein, mit welcher Erwartungshaltung sie an eine Meldung herangehen und wie sie Nachrichten aufnehmen. Weiter sollten sie überprüfen, ob es Quellen für eine Behauptung in einem entsprechenden Artikel gibt und wie vertrauenswürdig diese sind. Folgende Beispielfragen zeigen, welche Punkte mitunter zum Entlarven einer Fake News beitragen können:

Werden Sachverhalte ausreichend dargestellt und erklärt? Ist eine Seite beispielsweise bekannt für eine gewisse Meinungsrichtung - gerade, wenn es um Politik oder ähnliche Inhalte geht? Gibt es überhaupt ein richtiges Impressum oder ist es nachvollziehbar, wer der Verfasser ist? Berichten auch andere Medien über das Thema? Lassen sich verwendete Fotos beispielsweise mit einer umgekehrten Bildersuche bei Google finden?

SpotOnNews
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.