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Weihnachten im TV: Von Fantasy bis Feldbusch und auch etwas Gewalt

Das Weihnachtsfest im Fernsehen besteht aus einer Mischung von Fantasy- und Trickfilmen, aus Volksmusikfesten und auch einer Hand voll Filmen mit höherem Gewaltanteil.

Für jeden Geschmack etwas: Das Weihnachtsfest im Fernsehen besteht aus einer Mischung von Fantasy- und Trickfilmen, aus Volksmusikfesten und auch einer Hand voll Filme, in denen es handfest und sogar blutrünstig zugeht. Fans von Werbeikone und TV-Sternchen Verona Feldbusch, Anhänger von Alexander Klaws und den "Superstars" sowie Genießer restaurierter Filmklassiker kommen auch auf ihre Kosten.

Das Fest auf der Mattscheibe beginnt Heiligabend mit einer Premiere: Erstmals verkündet mit Hans-Josef Becker ein katholischer Bischof die Weihnachtsbotschaft bei Sat 1 (18.29 Uhr). Die ARD sendet um 20.15 Uhr die aufgezeichnete Show "Weihnachten auf Gut Aiderbichl" mit Interpreten wie den Kastelruther Spatzen und Patrick Lindner. Das ZDF setzt seinen Unterhaltungs-Klassiker "Weihnachten mit Marianne und Michael" dagegen. Trick und Fantasy dominieren bei den Privatsendern: ProSieben zeigt den Zeichentrickfilm "Aladdin - Tschafars Rückkehr", RTL II den japanischen Animationsfilm "Prinzessin Mononoke".

Action-lastiges bei RTL

Bei RTL geht es ein paar Nummern ruppiger zu. Nach "Lenya - Die größte Kriegerin aller Zeiten" (20.15 Uhr) serviert der Kölner Sender den US-Actionfilm "Sudden Death" (22 Uhr). Am Abend des 25. Dezember schaltet RTL zunächst einen Gang zurück: Bei "Superstar - Weltweit" (20.15 Uhr) muss der deutsche Sieger Alexander gegen internationale Konkurrenz bestehen. Die ARD hält mit dem "Weihnachtsfest der Volksmusik" (noch mit Carmen Nebel) dagegen, das ZDF mit der Rosamunde-Pilcher-Romanze "Wintersonne" - Klassiker wie "Der Englische Patient" gibt es bei Sat 1 und "Kevin - Allein in New York" bei ProSieben.

Verona auf RTL II

RTL II ist Verona Feldbusch, die früher für den Sender einmal die Erotikshow "Peep" moderiert hat, mit der Kamera auf der Spur gewesen. Der Film "Verona und der kleine Feldbusch" (20.15 Uhr) gibt Einblick in das Familienleben der Entertainerin, die vor ein paar Monaten Mutter wurde. Die ARD bringt mit dem Film "Amundsen, der Pinguin" am Mittag um 13.35 Uhr auch Familienkost: Lea Kurka, Harald Krassnitzer und Claude-Oliver Rudolph spielen die Hauptrollen. Klassiker-Freunde dürfen sich auf Charlie Chaplins letzten in den USA gedrehten Film "Rampenlicht" (1952), freuen - Arte zeigt erstmals die digital restaurierte Fassung (22 Uhr).

Frank Elstner als Zirkusdirektor

Am 2. Weihnachtstag führt Frank Elstner als Zirkusdirektor durch die ARD-Show "Stars in der Manege" (20.15 Uhr). Das ZDF fährt mit einer neuen Ausgabe der Fernwehreihe "Das Traumschiff", das dieses Mal die Südsee ansteuert, eine seiner stärksten Waffen auf. RTL unterhält seine Zuschauer mit der Fantasykomödie "Der Grinch", und 3sat wiederholt zeitgleich Uwe Johnsons "Jahrestage". Arte zeigt um 20.40 Ur den Boje-Buck-Film "Weihnachten".

Zehn Stunden tägliches Live-Programm hat der Privatsender Neun live über die Feiertage angekündigt. Die Zuschauer können abends zwischen 21 und 23 Uhr Weihnachtsgrüße mit digitalen Fotos von der Bescherung bis hin zum Gänsebraten senden. Wenig feierlich geht es bei den Sportsendern zu: Eurosport zeigt Heiligabend um 20 Uhr eine Zusammenfassung der Champions-League-Partien vom 4. Spieltag, das DSF um 20.30 Uhr Bundesliga-Klassiker der Saison 1994/95.

Carsten Rave, dpa / DPA