HOME

Google ehrt Nobelpreisträgerin: Nelly Sachs: "klagend, anklagend und verklärend"

Nelly Sachs wurde von den Nationalsozialisten drangsaliert und entkam im letzten Moment dem Abtransport ins Gefangenenlager. Aus ihrem Exil heraus bannte sie den Holocaust in Versform und wurde dafür vielfach ausgezeichnet. Heute wird sie mit einem Google Doodle geehrt.

Nelly Sachs

Nelly Sachs bei der Annahme ihres Literaturnobelpreises in Stockholm

Getty Images

Eine schwarze Schreibmaschine ziert heute die Startseite der Google-Suchmaschine, dahinter qualmen Schornsteine, zwei Hände versuchen sich zu greifen, eine Kriegsmaschine fliegt über die Umrisse von Berlin und Stockholm. Es sind die Szenen eines Lebens, das Nelly Sachs in ergreifenden Versen festhielt und dafür schließlich als erste Frau den Literaturnobelpreis entgegennahm. Heute wäre die jüdisch-deutsche Schriftstellerin 127 Jahre alt geworden.

Nelly Sachs wurde 1881 in Schöneberg in Berlin geboren, schrieb mit 17 Jahren erste Gedichte und brachte es nach dem ersten Weltkrieg zu zahlreichen Veröffentlichungen in Berliner Zeitungen. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten führte Sachs ein "Leben unter Bedrohung", wie sie selbst formuliert. Ihre Familie wurde drangsaliert, ihr Schreiben unterbunden, ihr Geliebter von der Gestapo gefoltert. 

Nelly Sachs floh vor der Deportation

Sie selbst entkam dem Griff der Nationalsozialisten nur knapp. Der Befehl zum Abtransport in ein Gefangenenlager wurde bereits zugestellt, als Sachs das letzte Linienflugzeug nach Stockholm bestieg. Das schwedische Exil sollte ihre neue und letzte Heimat werden, der Holocaust blieb das Thema ihres Lebens und ihres Werkes. Als eine der ersten schrieb Sachs die Grauen des Zweiten Weltkrieges in Gedichten nieder. Ihr Biograf Walter A. Berendsohn bezeichnete ihre Arbeit als „klagend, anklagend und verklärend“. 

Google Doodle für Nelly Sachs

Das Google Doodle zum 127. Geburtstag von Nelly Sachs

Als ihre Gedichtbände ab 1957 ein breites Publikum in Westdeutschland gewannen, kam für Sachs der späte Ruhm. Dennoch konnte erst die Verleihung des renommierten Droste-Preises die Schriftstellerin 1960 zurück nach Deutschland locken - das erste Mal nach 20 Jahren im Exil. Sachs, die drei Jahre zuvor schwedische Staatsbürgerin geworden war, blieb in ihrer neuen Heimat, war nach ihrer Rückkehr aus Deutschland zusammen gebrochen und begab sich drei Jahre in eine Nervenheilanstalt bei Stockholm.

Ein besonderer Preis zum 75. Geburtstag

Die Stadt Dortmund stiftete 1961 den Nelly-Sachs-Preis zur Ehrung literarisch herausragender Werke und verlieh ihn im ersten Jahr der Namensgeberin. Vier Jahre später wurde Sachs als erster Frau der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels zugesprochen.

An ihrem 75. Geburtstag schließlich, nahm sie aus der Hand des schwedischen Königs Gustavs VI. Adolf den Literaturnobelpreis entgegen - auch hier war sie die erste weibliche Preisträgerin. Ihre Dankesrede hält Sachs auf Deutsch und zitiert ein zu diesem Anlass geschriebenes Gedicht: "An Stelle von Heimat, halte ich die Verwandlungen der Welt".

Nelly Sachs stirbt im Mai 1970 am Tag der Beerdigung ihres guten Freundes Paul Celan, der selbst deutschsprachige Lyrik schuf. Sie wurde auf einem jüdischen Friedhof im Norden Stockholms beigesetzt, ihren Grabstein ziert der jüdische Davidstern.


Mahnmale: Symbolträchtige Aktion im richtigen Moment: Stolpersteine in Chemnitz verlegt


sve
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.