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Musikfestival in Florida: Singer-Songwriter David Olney stirbt auf der Bühne

Der Singer-Songwriter David Olney ist inmitten seines Konzerts auf einem Musikfestival in Florida gestorben. Der 71-Jährige gilt als einer der Gründerväter des Musikstils "Americana".

Ein Mann mit grauem Hut, Brille und weißen Haaren schaut mit nach rechts gedrehtem Kopf in die Kamera

Singer-Songwriter David Olney wurde 71 Jahre alt

Ist das nun ein Tod, den sich ein Musiker nur wünschen kann? Der amerikanische Singer-Songwriter David Olney ist US-Medien zufolge während eines Konzerts gestorben. Demnach habe Olney während seines Auftritts beim "30A Songwriters Festival" in Santa Rosa Beach, US-Bundesstaat Florida, am Samstag einem Herzinfarkt erlitten.

Songwriterin Amy Rigby, die in dem Moment nach eigenen Angaben mit auf der Bühne saß, schreibt auf Facebook: "Olney war mitten in seinem dritten Song, als er aufhörte, sich entschuldigte und die Augen schloss. Er war sehr still, saß aufrecht mit seiner Gitarre, trug den coolsten Hut und eine schöne rostrote Wildleder-Jacke, über die wir lachten, weil es vor dem Bootshaus, in dem wir spielten, höllisch regnete - ich möchte nur, dass das Bild so anmutig und würdevoll ist, wie es war, denn zuerst sah es so aus, als würde er sich nur einen Moment Zeit nehmen." Die Wiederbelebungsversuche von Ärzten im Publikum blieben ohne Erfolg. Olney wurde 71 Jahre alt.

David Olney, a beautiful man, a legend, a songwriting poet died last night. I was sitting next to him in the round, had...

Gepostet von Amy Rigby am Sonntag, 19. Januar 2020

Olney gilt als Gründervater des "Americana"-Stils

Im offiziellen Statement auf Olneys Homepage heißt es: "Er hinterlässt seine Frau Regine, seine Tochter Lillian und seinen Sohn Redding sowie eine am Boden zerstörte Musikgemeinschaft." Seit seinem Umzug nach Nachville sei er ein wichtiges Mitglied der dortigen Musikszene gewesen.

"Nashvillescene.com" würdigt ihn als einen der Gründerväter des "Americana"-Musikstils, eine Mischung aus Folk, Rock'n'Roll, Blues- und Rhythm&Blues, in dem sich die Songs auf amerikanische Traditionen beziehen. Der "Rolling Stone" hebt Olneys Einfluss auf Steve Earle, Townes Van Zandt, und Emmylou Harris hervor. Am Tag vor seinem Tod hatte Olney noch ein Radiokonzert gegeben, das auf Youtube zu sehen ist.

Quellen: "CNN", "Rolling Stone", DavidOlney.com, "30A Songwriters Festival", Nashvillescene.com.

tkr