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Eurovision Song Contest: Mit Jodeldiplom nach Kiew - so lief das zweite Semifinale

Wehklagende Sängerinnen sorgten beim zweiten Semifinale des Eurovision Song Contest für viel Langeweile. Doch es gab sie, die Flipp-Momente: eine jodelnde Rumänin, ein estnisches Modern Talking und eine Schweizerin im käsegelben Kleid. Der Überblick.

Sie haben nach dem zweiten Halbfinale ihr Ziel erreicht: Die Finalisten des ESC in Kiew.

"Da hab' ich was Eigenes! Da hab' ich mein Jodeldiplom." Das Zitat aus Loriots berühmtem Sketch scheint sich bis in die Karpaten herumgesprochen zu haben. Anders ist nicht zu erklären, was am Donnerstagabend beim zweiten Semifinale des Eurovision Song zu sehen und vor allem zu hören war. 18 Teilnehmer traten an, um sich fürs Finale am Samstag zu qualifizieren. Nur zehn kamen weiter.

Die ausgeflippteste Nummer des Abends

"Jodeleihi" tönte es in der Kiewer Messehalle, als Ilinca Băcilă und Alex Florea aus Rumänien auf der Bühne standen. Und nochmal: "Jodeleihi, jodeleihi". Ja, richtig, nicht Österreich oder die Schweiz jodeln uns bei diesem ESC eins, sondern ein Duo aus Bukarest. Die 18-Jährige Ilinca ist in ihrer Heimat für ihre vibrierenden Stimmbänder bekannt, überraschte damit bereits bei der Castingshow "The Voice". Für Kiew steckten ausgebuffte Produzenten sie mit Sänger Alex zusammen. Das Ergebnis ist "Yodel it", eine fantastisch absurde Jodel-Rap-Symbiose, wie sie nur der ESC hervorbringen kann. Dass am Schluss des Beitrags eine riesige Konfettikanone explodierte, versteht sich bei diesem Wahnsinn von selbst, oder?

Darum tut Jodeln diesem ESC gut

Eine Drag-Queen mit Bart oder backende Omas: Es sind die Flipp-Momente, die den ESC zu einem besonderen Wettbewerb machen. Der Grat zum Trash oder Kitsch ist oft schmal. Doch die Ansammlung wehklagender Damen, wie sie Serbien, Dänemark oder die Schweiz nach Kiew schickten, drohte den geneigten Fernsehzuschauer in eine Depression zu stürzen. Eine langweilige Ballade nach der anderen, da kam eine Jodelnummer gerade recht. Ein bisschen Spaß muss sein. Holladiho.

Gab es auch vernünftige Balladen?

Und ob! Allen voran von einem jungen Mann aus Bulgarien: Der 17-jährige Kristian Kostov zeigte den langweiligen Balladenladys, wie es geht. Einfühlsam, bewegend, schön - so klang sein "Beautiful Mess". Völlig unverständlich bleibt allerdings, warum der arme Junge seine süße Zahnlücke die ganze Zeit hinter dem Mikrofon versteckte. Kein einziges Mal sahen wir ihn lächeln.

Der kitschig-schönste Moment

Um den stritten sich Nathan Trent aus Österreich und Brendan Murray aus Irland. Beide nahmen uns mit in ihre Traumwelt. Der eine schwebte in einem Sichelmond auf rosa Wolken, der andere entflog in einem Heißluftballon von der Bühne. Allerdings schien Murray dabei ein bisschen zu viel Helium eingeatmet zu haben. Oder steht dem 20-Jährigen der Stimmbruch erst noch bevor? Mit seinem Ballon muss er die Heimreise antreten. Nathan Trent aus Österreich hingegen fliegt uns auch im Finale zum Mond.

Überraschung des Abends

Das war eine Heteroverlobung beim ESC: Die Mazedonierin Jana Burčeska bekam live im Green Room von ihrem Freund einen Heiratsantrag gemacht – und sagte ja. Da dürfte sie verschmerzen, dass sie mit ihrem Lied "Dance Alone" nicht im Finale stehen wird.

Die mazedonische Kandidatin Jana Burčeska bekam während des ESC-Halbfinales einen Heiratsantrag von ihrem Freund Alexander.

Sie hat "Ja" gesagt: Die mazedonische Kandidatin Jana Burčeska bekam während des ESC-Halbfinales einen Heiratsantrag von ihrem Freund Alexander.


Was machte Levina im Semifinale?

Deutschland ist neben Großbritannien, Spanien, Frankreich, Italien und dem Gastgeberland Ukraine fürs Finale am Samstagabend gesetzt. In der Pause des zweiten Semifinals durfte Levina aber ihr Lied vorstellen. Zum ersten Mal bekam das Publikum ihren Auftritt für Kiew zu sehen: Die 26-Jährige wird zu Beginn in einem rückenfreien Kleid auf der Bühne liegen, während die Kamera von der Decke auf sie herab fährt. Eine überzeugende Inszenierung und eine solide Leistung von Levina, die Deutschland hoffentlich aus dem Punktekeller holen wird.

Stadtrundgang in Kiew: So erlebt ESC-Star Levina die ukrainische Hauptstadt


Warum machten Modern Talking mit?

Der Song "Verona" des estnischen Duos Koit Toome und Laura könnte aus der Feder von Dieter Bohlen stammen. Die gleichen Akkorde, die gleiche Falsettstimme wie bei Modern Talking. Sänger Koit ist eine Thomas-Anders-Kopie mit kurzen Haaren. Da fehlte nur die "Nora"-Kette.

Der Preis für das schlimmste Kleid geht an …

… die Schweiz: Sängerin Timebelle erklomm in einem käsegelben Kleid eine Treppe und ließ dann ihren Rocksaum meterlang in die Tiefe fallen, als ob sie es zur Bergrettung auswerfen würde.

Wer nervte?

Ein schizophrener Opernsänger aus Kroatien. Jacques Houdek konnte sich nicht entscheiden: Will ich ein Tenor sein oder doch Popstar? So wählte er beides und intonierte seinen Song "My Friend" zweistimmig, abwechselnd entweder als Luciano Pavarotti oder als Bryan Adams. Während im Hintergrund die Geigen fiedelten und ein Feuerwerk explodierte, drehte und wendete er sich theatralisch in die Kamera, als würde er Jekyll und Hyde nachspielen. Doch dem Publikum schien's zu gefallen. Immerhin war er stimmlich okay.

Wer fehlte?

Verka Serduchka. Die kultige Teilnehmerin, die 2007 für die Ukraine Zweite wurde, war nur in Videosequenzen zu sehen, wo wir Verkas Weg zur ESC-Ikone nacherleben durften. Eine witzige Idee, die hoffentlich mit ihrem Auftritt im Finale enden wird. "Eins, zwei, drei: Tanzen!"

Liebling des Publikums in Kiew

Naviband aus Weißrussland sorgten mit "Story Of My Life" für Stimmung in der Kiewer Messehalle. Das Duo aus dem Nachbarland der Ukraine stand in einem Boot mit zwei Propellern auf der Bühne und setzte zum Höhenflug an. Ihr "Hey, Hey, Hey" im Refrain sang das Publikum aus voller Kehle mit.

Cutie des Abends

Das war Imri Ziv aus Israel. Der 25-Jährige stand im ärmellosen Top auf der Bühne und zeigte zum gute Laune-Song "I Feel Alive" nicht nur seine Muckis, sondern schmachtete mit braunen Augen in die Kamera. Kreisch.

Unsere 12 Punkte gehen an …

… Norwegen. Dass das dauerhafte Tragen einer Maske dem musikalischen Erfolg keinen Abbruch tun muss, weiß nicht nur Cro. Joakim With Stehen von der norwegischen Formation versteckte sich nicht hinter einem knuddeligen Panda-Gesicht, sondern einer spacigen Schweißermaske. Das passte zum Song: Die DJ-Electropop-Nummer "Grab The Moment" war die modernste des Abends, auch wenn der Refrain durchaus etwas mehr hätte abgehen dürfen.

Wer ist nun weiter?

Bulgarien, Weißrussland, Kroatien, Ungarn, Dänemark, Israel, Rumänien, Norwegen, Niederlande und Österreich werden wir am Samstagabend wiedersehen. Sie treffen dann auf die 16 bereits feststehenden Finalisten.

Sie haben nach dem zweiten Halbfinale ihr Ziel erreicht: Die Finalisten des ESC in Kiew.

Sie haben nach dem zweiten Halbfinale ihr Ziel erreicht: Die Finalisten des ESC in Kiew.


Und wer gewinnt den ESC?

Keiner der Teilnehmer aus diesem Semifinale darf sich ernsthafte Hoffnungen auf einen Sieg am Samstagabend machen. Den Kampf um die ESC-Trophäe werden wohl Italiens Francesco Gabbani und Portugals Salvador Sobral unter sich ausfechten. Wer gewinnt die Jurys für sich? Wer punktet beim Publikum? Ein Sängerstreit zweier charismatischer Individualisten die beide in ihrer Landessprache singen. Es wird spannend.

Eurovision Song Contest: Der Favoriten-Check: Italien oder Portugal - wer gewinnt?


Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.