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Prince: "Die Welt brach zusammen"

Prince umgaben viele Geheimnisse. Einige wurden erst nach seinem Tod gelüftet - unter anderem von seiner Ex-Frau Mayte Garcia.

Mayte Garcia und Prince im Jahr 1997

Mayte Garcia und Prince im Jahr 1997

Vor zwei Jahren starb (1958-2016, "Purple Rain") völlig überraschend an einer Medikamenten-Überdosis. Das Leben des Ausnahme-Künstlers war geprägt von Höhen und Tiefen. Mit sieben Jahren soll er seinen ersten Song geschrieben haben, mit der Karriere ging es für Prince dennoch erst mal schleppend los. Der Sänger war zwischenzeitlich so arm, dass er sich vor ein Fast-Food-Restaurant stellte, nur um Essen zu riechen, wie er 1985 dem "Rolling Stone" sagte.

Später rissen sich andere große Stars um ihn: (1959-2009) Hit "Bad" beispielsweise war angeblich als Duett mit Prince geplant, dem gefielen aber Teile des Texts nicht, also platzte das Projekt.

Wie Prince seine erste Frau fand, war ebenfalls ungewöhnlich. Mit 16 Jahren ließ Mayte Garcia - ein Mädchen puerto-ricanischer Herkunft, dessen große Leidenschaft das Tanzen war und das viele Jahre als Tochter eines US Army-Majors in Deutschland verbrachte - Prince VHS-Kassetten mit Aufnahmen ihrer Tanzauftritte zustecken. Kurz darauf erhielt sie einen Anruf von ihm.

Es entwickelte sich eine tiefe Freundschaft zwischen dem Pop-Idol und Garcia. Sie wurde Tänzerin in seiner Crew, später seine große Liebe. Am Valentinstag 1996 heirateten die beiden, doch ihre Ehe wurde durch den Verlust des gemeinsamen Kindes sowie einer Fehlgeburt auf eine Zerreißprobe gestellt, der sie schlussendlich nicht standhalten konnte.

Jetzt erscheint Mayte Garcias Buch "The Most Beautiful Girl: Mein Leben mit Prince" auf Deutsch. Die Ex-Frau des Sängers, das Paar ließ sich im Jahr 2000 scheiden, spricht darin auch darüber, wie das gemeinsame Kind 1996 eine Woche nach der Geburt starb.

"Die Welt brach zusammen"

Schon als sie mit Amiir, so der Name des Sohnes, schwanger war, habe es Komplikationen gegeben, schreibt Garcia. "Die Plazenta hat sich teilweise abgelöst", erfuhr sie von der Ärztin. "Wir sollten eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen, um sicherzustellen, dass kein genetischer Defekt vorliegt", schlug die Ärztin vor.

Doch ihr Mann sei dagegen gewesen, so die Tänzerin in ihrem Buch: "'Nein', sagte Prince. 'Diese Untersuchung werden wir nicht durchführen lassen.' 'Der Vorteil ist, dass sie dann Bescheid wissen und sich keine Sorgen mehr machen müssen', erklärte die Ärztin. 'Wir machen uns keine Sorgen', erwiderte Prince. 'Wir vertrauen auf Gott.'"

Der Junge kam schließlich per Kaiserschnitt zur Welt. Amiir litt an einem Gendefekt. "Jeden Tag ereilte uns eine andere schlimme Nachricht - neue Probleme tauchten auf oder bestehende Komplikationen verschlimmerten sich. Wir verbrachten so viele Stunden wie möglich zu dritt in einer ruhigen Ecke der Neugeborenen-Intensivstation. Wir summten Amiir Lieder vor und erzählten ihm Geschichten", schreibt Garcia über die Zeit nach der Geburt.

Etwa eine Woche später stirbt das Kind: "Die Welt brach zusammen. Ich ging ins Schlafzimmer zurück und weinte und weinte. Ich weiß nicht, was Prince in dieser Zeit tat. Wenige Stunden später wurde uns Amiirs Asche gebracht. Die Urne war mit drei Delfinen verziert: Mama, Papa, Kind."

SpotOnNews
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo