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Im Alter von 83 Jahren verstorben "Making a Murderer": Steven Avery trauert um Mutter Dolores

"Making a Murderer": Anwältin von Steven Avery präsentiert neuen Zeugen
"Making a Murderer": Steven Avery sitzt seit 2007 wegen Mordes an Teresa Halbach im Gefängnis
© Netflix PR/ / Picture Alliance
Durch die Netflix-Doku "Making a Murderer" wurde Steven Avery bekannt. Im Gefängnis erlebte der Amerikaner jetzt seinen 59. Geburtstag. Nur einen Tag vorher erfuhr er vom Tod seiner Mutter Dolores. 

Erst vor wenigen Tagen bat US-Anwältin Kathleen Zellner um Unterstützungsbriefe für ihren Mandanten Steven Avery. Der durch die Netflix-Doku "Making a Murderer" bekannt gewordene Amerikaner sitzt seit 14 Jahren in einem Hochsicherheitsgefängnis in Waupun, im US-Bundesstaat Wisconsin. Vor zwei Tagen verbrachte er dort seinen 59. Geburtstag, den er erstmals ohne seine Mutter Dolores verbringen musste.

Die 83-Jährige war nur einen Tag vorher verstorben. Einem Bericht von "TMZ" zufolge soll sie die letzten drei Wochen vor ihrem Tod in einem Hospiz verbracht haben und schließlich an Demenz gestorben sein. Averys Anwältin bestätigte den Tod von Dolores Avery auf Twitter: "Steven Avery hatte heute seinen 59. Geburtstag ohne die Anwesenheit seiner Mutter. Ihre unerschütterliche Liebe, ihr Mut und ihr Glaube an ihn sind die Geschenke, die sie ihm hinterlassen hat. Um ihr Vermächtnis zu ehren, müssen wir weiterkämpfen, bis es echte Gerechtigkeit für ihn gibt", schrieb seine Anwältin auf Twitter.

Steven Avery äußert sich zum Tod seiner Mutter Dolores

Dort teilte sie auch ein gemeinsames Foto und schrieb dazu: "Die süße Dolores Avery hatte immer ein freundliches Wort für uns. Sie liebte ihre Familie, lebte für den Tag, an dem Steven freigelassen wurde, hörte nie auf an ihn und seine Unschuld zu glauben. Ihr Geist und ihre Hingabe werden uns erhalten bleiben. Steven weiß, dass sie über ihn wacht."

Von "TMZ" auf den Tod seiner Mutter angesprochen, erklärte Avery: "Meine Eltern zu verlieren, bevor ich rauskomme, war immer mein schlimmster Albtraum. Jetzt ist es passiert. Ich mache mir Sorgen, dass mein Vater mich als freier Mann nicht mehr erleben wird. Heute habe ich die Person verloren, um die ich mich am meisten kümmern und der ich ein besseres Leben geben wollte, wenn ich frei bin. Ich kann den Schmerz über den Verlust meiner Mutter nicht in Worte fassen."

Da die meisten Bundesstaaten in Amerika nicht zulassen, dass Häftlinge, die wegen Mordes verurteilt wurden, vorübergehend aus dem Gefängnis gelassen werden, um an der Trauerfeier eines geliebten Menschen teilzunehmen, wird er sich wohl nicht persönlich von seiner Mutter verabschieden können. 

"Making a Murderer": Kathleen Zellner sucht in nächster Staffel neue Beweise

Die meiste Zeit ihres Lebens waren Mutter und Sohn durch Gefängnismauern getrennt. 1985 wurde Steven Avery zu Unrecht einer Vergewaltigung beschuldigt und saß 18 Jahre im Gefängnis, bis er 2003 freigelassen wurde. Nur zwei Jahre später wurde er erneut verhaftet und 2007 wegen des Mordes an der 25-jährigen Teresa Halbach zu einer lebenslangen Freiheitstrafe verurteilt. Avery beteuerte seither immer wieder seine Unschuld. 

Netflix-Trailer: "Making a Murderer 2"

2016 nahm sich die Chicagoer Rechtsanwältin Kathellen Zellner des Falles an. Die zweite Staffel der Netflix-Serie "Making a Murderer" begleitet sie bei ihrer Arbeit daran und wie sie versucht, zu beweisen, dass Avery auch diesmal zu Unrecht im Gefängnis sitzt. Im April dieses Jahres legte sie dem Untersuchungsgericht neue Beweise vor, die einen neuen Verdächtigen in dem Fall präsentierten. Eine Reaktion des Untersuchungsgerichts steht bislang aus.

Quellen:Twitter, TMZ, patch.com


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