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"Das Jenke-Experiment" bei RTL: Endlich weg von der Kippe: Wie Jenke von Wilmsdorff sich das Rauchen abgewöhnen will

Jenke von Wilmsdorff ist es gewohnt, an seine Grenzen zu gehen. In seinem jüngsten Experiment wollte er packen, was er schon oft versucht, aber noch nie geschafft hat: aufhören zu rauchen. Und dafür reiste er sogar an den Amazonas.

In Ecuador traf von Wilmsdorff einen Schamanen und Heiler, der zum Suchtentzug "Ayahuasca" einsetzt, eine stark wirkende halluzinogene Droge

In Ecuador traf von Wilmsdorff einen Schamanen und Heiler, der zum Suchtentzug "Ayahuasca" einsetzt, eine stark wirkende halluzinogene Droge

Für sind Drogen mit Suchtpotenzial nichts Neues. Der 52-jährige Fernsehjournalist hat schon so einiges geraucht und eingeworfen, um vor der Kamera auszuprobieren, wie sich das anfühlt und was es mit einem macht. Manchmal ging es ihm dann ziemlich dreckig.

Die "Jenke-Experimente" auf leben davon, dass der Reporter an Grenzen geht. Das gilt auch für seinen jüngsten Selbstversuch, wobei der Ansatz diesmal in gewisser Weise sogar noch radikaler ist: Jenke von Wilmsdorff, nach eigenen Angaben nikotinabhängig, seit er Teenager ist, will das Rauchen aufgeben - und sich dabei zusehen lassen.

Jenke von Wilmsdorff raucht seit 37 Jahren

RTL zeigte "Das Jenke-Experiment: Ich gegen mich - Der Kampf gegen meine Sucht" am Montag um 20.15 Uhr. "Seit 37 Jahren rauche ich, geschätzte hundertmal habe ich versucht, damit aufzuhören. Bis heute ist es mir nicht gelungen, den Nikotin-Dämon in mir zu bezwingen", sagte der Reporter. "Leider erleben das die meisten Raucher ebenfalls, sie wollen aufhören, schaffen es aber nicht." 

Und wie soll das nun gehen? Wie üblich machte sich der Fernsehjournalist für seine 90-minütige Reportage schlau und hörte sich um. Er sprach mit Medizinern, Psychologen und Experten ganz unterschiedlicher Couleur, pilgerte auf dem Jakobsweg und reiste schließlich in den -Regenwald nach Ecuador.

Wunderheiler versus Suchtexperte

Dort traf er einen Schamanen und Heiler, der zum Suchtentzug die halluzinogene Droge Ayahuasca einsetzte. Die Visionen, die sie auslöst, sollen helfen, die eigene Sucht zu überwinden - doch bereits nach vier Tagen griff von Wilmsdorff wieder zur .

Der Journalist sprach auch mit Menschen, die das alles für Humbug halten, wie der Suchtexperte Stefan Frädrich, der überzeugt ist, dass sich Nikotinsucht nur im Kopf bekämpfen lässt.

Jenke von Wilmsdorff testet den Nichtraucher-Käfig

Jenke von Wilmsdorff testet den Nichtraucher-Käfig

Nicht überzeugend fand von Wilmsdorff die Methode kalter Entzug. Auch nicht in der verschärften Variante, bei der ein Drahtkorb um den Kopf Raucher von der Zigarette trennen soll. "Ich bin mit diesem 'Zigaretten-Käfig' durch Berlin gelaufen und habe ziemlich schnell festgestellt, dass diese absurde Methode der Nikotinentwöhnung für mich nichts ist", lautete sein Fazit. "Bei mir persönlich verursachte der Käfig stattdessen ein gesteigertes Verlangen nach Zigaretten." Alles andere wäre aber vielleicht auch zu einfach gewesen.

Jenke von Wilmsdorffs Vater war starker Raucher

Am Ende des Beitrags sind vier Wochen vergangen. In dieser Zeit hatte von Wimlsdorff nur einen einzigen Rückfall. Die stärkste Motivation das Rauchen aufzugeben, war der frühe Tod seines Vaters, der 60 Zigaretten am Tag paffte. "Niemals werde ich den Tag vergessen, als mein Vater tot zusammenbrach, sein dritter Herzinfarkt", sagte der Journalist. "Das es so hart sein würde, hätte ich nicht gedacht. Am Ende zählt nur eins: Du musst es wirklich wollen und du musst einen Grund haben, warum du es wirklich willst und den habe ich: Ich will leben und ich will lange leben. Dann ist das Ganze auch gar kein Verzicht, sondern ein Entschluss."

jum/DPA