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"Das Jenke-Experiment": So verstörend war der LSD-Trip von RTL-Reporter Jenke

Zur Primetime schluckte RTL-Reporter Jenke von Wilmsdorff in einem TV-Experiment harte Drogen. Besonders das Halluzinogen LSD machte dem Moderator zu schaffen – und lieferte verstörende Szenen.

RTL-Reporter Jenke von Wilmsdorff hält Drogen in der Hand

In "Das Jenke-Experiment" auf RTL nahm Reporter Jenke von Wilmsdorff harte Drogen, unter anderem LSD

Für die RTL-Show "Das Jenke-Experiment" bringt sich Reporter Jenke von Wilmsdorff regelmäßig an den Rand der Belastungsfähigkeit. Im Selbstversuch setzt er sich und seinen Körper Extremsituationen aus – oder inszeniert das zumindest so vor der Kamera. Für die TV-Show trank sich der 50-Jährige bereits in einen vierwöchigen Dauerrausch, futterte sich fett oder kiffte Cannabis. Was ihm bislang fehlte? Harte Drogen wie Ecstasy, Speed, LSD. Doch seit gestern Abend kann RTL auch hinter dieses Kapitel einen Haken machen.

Zur besten Sendezeit um 21.15 Uhr warf sich RTL-Reporter Jenke Pillen ein und legte sich Pappen auf die Zunge. Die Zuschauer sahen ihm dabei zu, wie er im Drogenrausch tanzte oder mit rotem Kopf Sätze stammelte wie: "Oh, es ist schön warm, aber heiß. Oh, und schwindlig ist mir ja, total schwindlig." Und damit das alles nicht drogenverherrlichend daherkommt, darf ein Besuch in einer Suchtklinik nicht fehlen. Zu sehen: verpixelte Gesichter oder blasse Menschen, die erkennbar unter den Folgen des Drogenentzugs leiden. Auch Mediziner kommen zu Wort, die eindringlich vor den Gefahren des Drogenkonsums warnen: Abhängigkeit, Sucht und Psychosen können die Folge sein.

"Das Jenke-Experiment": Drogenrausch im TV

RTLs logische Antwort auf diese Gefahren? Reporter Jenke wirft sich noch mehr Drogen ein – offiziell um das Thema Drogen einzuordnen und so "vor den zerstörerischen Konsequenzen zu warnen", wie eine Sprecherin des Senders der "Bild"-Zeitung verriet. Das RTL-Team reist nach Portugal, wo eine liberale Drogenpolitik herrscht und Jenke scheinbar leicht an LSD kommt. Die Droge wird von RTL als "eines der stärksten Halluzinogene der Welt" und als "besonders aggressiv" angepriesen.

In Anwesenheit eines Arztes legt sich Jenke eine LSD-Pappe auf die Zunge und bemerkt, "wie sich ein warmer Schleier über die Realität legt". Hippie-Musik setzt ein, das Fernsehbild verzerrt sich, das Muster eines Vorhangs verwandelt sich in ein drehendes Mandala. Jenke stammelt Sätze wie: "Es bewegt sich alles, es ist alles eine ständige Bewegung im Leben" und "Das sind so Momente, da entstehen auch ganz schnell Religionen daraus". In dem begleitenden Arzt sieht Jenke plötzlich eine Echse. Später bricht er in Tränen aus und sagt ihm, er sei sein Sohn.

Jenke von Wilmsdorff erleidet Nervenzusammenbruch

Es sind verstörende Szenen, doch noch viel verstörender ist es, dass RTL das Experiment als eine Form des Erkenntnisgewinns verkaufen will. Die Kamera hält drauf, als Jenke einen Nervenzusammenbruch erleidet, weint und vor seinem Kamerateam davonläuft. "Drogen sind schlimm" soll die Botschaft lauten – aber offenbar nicht schlimm genug, als dass sie nicht auch ein RTL-Reporter vor laufender Kamera einwerfen kann.

Immerhin eine wahre Erkenntnis entspringt dem Moderator während seines Drogentrips: "Das ist bescheuert", lallt er, halb sitzend, halb liegend, eine Schlafbrille auf seiner Stirn. "Das ist doch nicht euer Ernst." Recht hat er. Doch für diese Erkenntnis hätte es kein LSD gebraucht.

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