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Dschungelcamp-Zweite Larissa Marolt: "Hab ich was verpasst?"

Während sie in ihrer Heimat zum Kultstar wurde, hockte sie ahnungslos im Dschungelcamp. Im stern.de-Gespräch verrät Larissa Marolt, wie sie die Tage erlebt hat - und worauf sie stolz ist.

Von Carsten Heidböhmer

Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Platz, Larissa. Sind Sie enttäuscht, dass es nicht zum Sieg gereicht hat?
Nein. Ich bin überglücklich, dass ich im Hotel sitze, den Dschungel gut überstanden habe, bis zum Ende durchgehalten und gekämpft habe. Allein das ist ein Sieg.

Haben Sie mitbekommen, was Sie mit Ihren Erzählungen über das Hotel Marolt ausgelöst haben?
Ich bin planlos. Ich war von der Außenwelt abgeschnitten. Ich weiß nicht, was gezeigt wurde. Ich weiß nicht, was in der Sendung drin war. Hab ich was verpasst?

Ich denke, Ihr Hotel ist jetzt das berühmteste Österreichs.
Cool. Ich komm vom Klopeiner See und bin stolz darauf. Ich weiß, woher ich komme. Die Wurzeln sind wichtig beim Menschen.

Haben Sie eine Ahnung, was Sie bei Ihrer Rückkehr in Kärnten erwartet?
Ich habe keine Ahnung, Leute. Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich sprachlos.

Was war das schwierigste in den letzten 16 Tagen?
Der Dschungel ist ein Horror-Trip, den ich gehen musste und gegangen bin. Es war schrecklich, aber es hat sich ausgezahlt. Ich bin gesund, habe noch jedes Körperteil und bin glücklich, dass es jetzt vorbei ist.

Sind in der Zeit im Dschungel bleibende Freundschaften entstanden?
Mit der Melanie verstehe ich mich sehr gut, ich gönne ihr die Krone. Sie hat es sich verdient, sie ist eine Arbeiterin. Mit ihr werde ich auch weiter Kontakt haben.

Was haben Sie im Camp den ganzen Tag gemacht?
Ich habe aus meiner Langeweile sehr viel herausgeholt. Ich habe immer einen Stock gefunden, mit dem ich rumgespielt habe. Ich habe versucht, die anderen kennenzulernen.

Sie haben nebenbei auch eine Wäscheleine erfunden. Kommt sowas bei Ihnen öfter vor?
Darunter mussten meine Eltern schon leiden. Ich bin ein kreativer Mensch, wenn mir langweilig ist, kommt immer was raus. Insofern ist es besser, wenn mir nie langweilig ist.

Gehen Sie jetzt wieder zurück nach New York oder wollen Sie erst einmal den Ruhm aus dem Dschungelcamp in Deutschland zu nutzen?
Ich will jetzt auf jeden Fall erst einmal in Österreich und Deutschland bleiben, allein schon weil meine Eltern zuhause sehnsüchtig auf mich warten. Ich erhoffe mir auch, dass Folgeauftritte kommen.

Bleibt es weiterhin Ihr Ziel, in den USA Schauspielerin zu werden?
Ja. Mein Traum bleibt Amerika. Aber ich bin über jeden Job glücklich. Die Künstlerbrache ist eine sehr harte Branche, da kämpft man ums Überleben. Wie im Dschungel.

Da sind Sie jetzt ja ideal vorbereitet.
Nach dem Dschungel kann mich nichts mehr umwerfen.