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"Germany's Next Topmodel" Mit Heidi im Bikini-Express


"Germany's Next Topmodel" im Sparprogramm: Heidi Klum und ihre Kandidatinnen sind auf die Bahn umgestiegen. Auch an der Bekleidung wird gespart: Im Bikini geht es von Köln nach Berlin zur Fashion Week. Ist das Glamour? Wie Heidi die ersten Modelträume zum Platzen bringt.
Von Katharina Miklis

In Krisenzeiten muss auch eine erfolgreiche Castingshow wie "Germany's Next Topmodel" den Gürtel mal etwas enger schnallen. Statt in luxuriösen Hotelbetten haben die Kandidatinnen ihre erste Nacht als angehende Topmodels auf Feldbetten in einer Studiohalle verbracht. Und ihr erster Trip geht nicht weit weg nach Mailand, New York oder Paris, sondern - nach Berlin. Mit der Bahn. Sparen mit der Krisen-Heidi.

In der zweiten Folge der ProSieben-Castingshow zieht die Tussi-Polonaise bestehend aus 31 Nachwuchsmodels - oder nach Heidis Rechnung: "eine Hand voll Mädchen" - erstmal vom Kölner Hauptbahnhof in die Hauptstadt. Und da auch Zeit Geld ist, hat sich Heidi Klum eine besondere "Challenge" für "ihre Mädchen" ausgedacht: einen "Bikini-Walk" im ICE Richtung Berlin. Wer nicht überzeugt, wird direkt aus dem Zug geworfen. Immerhin nicht aus dem fahrenden.

Auf High Heels durchs rüttelnde Abteil

Aber für diejenigen, die später ausscheiden werden, ist das fast noch schlimmer. Auf High Heels geht es für die mobilen Models durch das rüttelnde Abteil. Der strenge Fahrschein-Kontroll-Blick von Modelmama Klum und den "GNTM"-Schaffnern Kristian Schuller und Qualid "Q" Ladraa auf den Körpern der Bahn-Babes verunsichert und sorgt auf der Strecke Köln-Berlin für allerlei Gesichts-Entgleisungen. Nicht für alle lohnt sich das Blankziehen in der Bahn. Für zwei Fahrgäste im Bikini-Express heißt es schon vor der Ankunft in der Mode-Metropole Endstation. Die 16-jährige Johanna ist für Starfotograf Schuller "keine Blume, auf die ich warte, dass sie aufgeht". Und auch Kristina muss aussteigen. Für die beiden ist der Modelzug in Richtung Glamour und Fashion wohl abgefahren.

Nun, so ist das Heidi-Business nun mal. Der Model-Fahrplan ist straff. Für die anderen Kandidatinnen gibt es nur den Blick nach vorn. Luisa zum Beispiel ist einfach nur froh, dass sie trotz ihres "verkackten Walks" weiterkommt. Weiter heißt in dem Fall zur Fashion Week nach Berlin. Dort wartet der erste Laufstegjob auf die Bikini-Mädchen, die sich inzwischen wieder etwas überziehen durften.

Heidis Herz ist nicht aus Wachs

Vor dem großen Auftritt am Abend verspricht Heidi ihren Mädchen noch ein Fotoshooting mit Johnny Depp und Robbie Williams. Das Geschrei ist groß. Nicht allen ist klar, dass da wohl ein kleiner Haken an der Sache ist. Denn gespart wird bei GNTM nicht nur am Model-Loft und First-Class-Flug, sondern auch an den echten Stars. Es geht nur ins Wachsfigurenkabinett, wo die unerfahrenen Models bei einem Fotoshooting die Wachsfiguren von Johnny und Robbie zum Schmelzen bringen sollen. Doch die meisten bleiben so starr wie die Figuren selbst. Heidi ist zerknirscht.

Zweite Chance am Abend: Auf der Berliner Fashion Week dürfen die Model-Aspirantinnen allesamt auf den Laufsteg von Modedesignerin Anja Gockel. Die Nerven liegen blank. Kandidatin Hanna, die schon das Wachsfigurenkabinett in ein Model-Gruselkabinett verwandelt hatte, patzt auch bei den Proben. Die Tränen kullern. Die Schuhe drücken. Hanna hat die putzige Schnute voll. Das Modelleben hat sie sich einfach anders vorgestellt - "nicht so stressig". Doch Heidis Herz ist nicht aus Wachs. Es lässt sich nicht erweichen. Auch sie muss schließlich auf Knopfdruck funktionieren und versucht ihre Erfahrungen an ihre Zöglinge weiterzugeben: "Manchmal hab' ich auch kein Bock und dann ist es aber so und dann Heidi next und push. Und dann bist du draußen. Und heute Abend bist du draußen. Und dann musst du es einfach machen!"

Heulsusen sind beliebt beim Sender

Wenn es um Modelweisheiten für ihre Laufsteg-Küken geht, spart Heidi auch gerne an der Grammatik. "Das Braut-Outfit am Ende einer Fashion-Show ist immer viel schwieriger als wie das, was die anderen bekommen", lernen die Mädchen später noch. Oder was es in Heidis Welt bedeutet, wenn jemand keinen Ausdruck im Gesicht hat: "There was nobody there in your face".

Heulsuse Hanna ist brav "rausgegangen" und hat "gepusht", wie Heidi es befohlen hatte. Am Ende der Sendung wird sie weiterkommen. Eine, die schnell anfängt zu heulen, wenn der Schuh drückt, ist gern gesehen bei ProSieben. Vor allem wenn alle anderen Kandidatinnen nahezu abgebrüht und unaufgeregt wirken. Nach vier Staffeln Modelsuche wissen sie halt, was sie erwartet. Heidi hat nichts zu verschenken. Außer ein paar ihrer Modelweisheiten. Die nächste kommt bestimmt. Heidi next und push.

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