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Serienhit "House of the Dragon": Das steckt hinter dem neuen Intro

Serienhit: Das Modell in König Viserys Gemächern spielt auch im Intro eine Rolle
Das Modell in König Viserys Gemächern spielt auch im Intro eine Rolle
© HBO / PR
In der zweiten Folge von "House of the Dragon" bekamen die Zuschauer das erste Mal das neue Intro zu sehen. Das erinnert nicht nur ein bisschen an den großen Vorgänger. Und gibt vielen trotzdem ein Rätsel auf.

Es war eines der ikonischsten Intros des Serien-Geschichte: Wenn die Cellos anstimmten und die Kamera über die mechanische Karte von Westeros fuhr, löste das in Fans von "Game of Thrones" nicht nur jede Menge Vorfreude aus, sondern verriet auch viel über die kommende Folge. Beim Spin-off "House of the Dragon" ist das Intro nun zwar stark an die Hauptserie angelehnt, ganz so klar wie beim Vorbild ist es aber nicht. Hier erfahren Sie, was dahinter steckt.

Nach einer Kurzfassung in der ersten Folge durften die Zuschauer in der am Montag ausgestrahlten zweiten Folge zum ersten Mal das ganze Intro bewundern. Und dürften sich zunächst gefreut haben: Statt für die Serie ein neues Thema zu entwerfen, setzt das Spin-off ebenfalls auf die ikonische Musik des Vorgängers. Aus den Bildern wird man aber weniger schlau. Zwar bewegen auch hier sich mechanische Teile auf einer großen Karte. Statt der wichtigsten Bauwerke der Hauptstädte von Westeros, wickeln sich hier aber kryptische Symbole nach oben, verschwinden teilweise in den Blutströmen, die durch Kanäle in der Karte ziehen. Was steckt dahinter?

Geschichte in Blut

Den Hintergrund der Blutströme dürften viele Zuschauer bereits erkannt haben: Er lehnt sich an die steinerne Modellstadt an, die König Viserys in gleich mehreren Szenen und mit viel Leidenschaft bearbeitet. Es handelt sich natürlich nicht um irgendeine Stadt: Das Modell soll das alte Valyria darstellen, die ursprüngliche Heimat der Targaryens und ihrer Drachen. Die einst ruhmvolle Stadt ist zur Zeit der Handlung lange zerstört, in "Game of Thrones" besuchen Tyrion Lennister und Ser Jorah mit dem Boot die gefährlichen Ruinen. Als Hintergrund des Intros ist sie auch ein starkes Symbol für das Haus Targaryen und seinen Niedergang – um den sich ja auch die Serie dreht.

Und auch das Blut und die dadurch bewegten und teils darin versenkten Siegel sind ein Symbol für das Haus des Drachen: Die Siegel stehen für einzelne Mitglieder der Familie, das Blut fließt in Form eines Stammbaums zwischen den einzelnen Personen hin und her und stellt ihre familiären Verbindungen dar. Neben den Targaryens kommen auch durch Einheirat und andere Weisen verbundene Figuren wie Otto von Hohenturm und seine Tochter Alicent vor. Bei Twitter hat das Fan-Projekt "Out of context House of the Dragon" viele der Siegel zugeordnet, bei einigen auch geschätzt, um wen es sich handeln könnte.

So könnte sich das Intro verändern

Eine wichtige Rolle des Intros bei "Game of Thrones" war immer, dass dort Hinweise auf kommende Handlungsstränge versteckt wurden. So wurden im Intro in der Regel nur die Orte gezeigt, die dann auch in der Folge vorkamen. Veränderten sich Städte oder die Landschaft, fand sich das auch im Intro wieder. 

Wer nun genau hinsieht, wird auch bei "House of the Dragon" Potenzial dafür sehen: Einige der Siegel versinken im Blut, andere bleiben. Das Bild ist klar: Bei den Versinkenden handelt es sich um Figuren, die bereits verstorben sind, etwa Viserys Frau Emma. Andere Siegel werden zwar vom Blut erreicht, es fließt von dort – bislang – aber nicht sichtbar weiter. Hier dürfte es sich um Figuren handeln, die (noch) keine Kinder bekommen und die Blutlinie wortwörtlich noch nicht erweitert haben. 

Nun bleibt die spannende Frage, ob die Macher es wie bei "Game of Thrones" handhaben und die Zuschauer bereits im Vorhinein Hinweise erahnen lassen oder die Änderungen erst in den nächsten Folgen zeigen. Die nächsten Intros werden es zeigen.

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