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ARD-Sendung: Licht aus und Beiträge aus der Konserve: "Morgenmagazin" erneut von Streik betroffen

Das "Morgenmagazin" ließ seine Moderatoren Anna Planken und Sven Lorig am Dienstagfrüh zeitweise im Dunkeln sitzen. Statt Live-Nachrichten gab es Wiederholungen. Grund dafür ist ein Warnstreik und das "Moma" ist nicht zum ersten Mal betroffen.

Die "Moma"-Moderatoren Anna Planken und Sven Lorig sitzen im Dunkeln

Die "Moma"-Moderatoren Anna Planken und Sven Lorig sitzen im Dunkeln

Die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Journalistenverband (DJV) haben für Dienstag im Zeitraum von 6 bis 24 Uhr zu einem Warnstreik beim WDR aufgerufen. Als Folge musste das in Köln produzierte ARD-"Morgenmagazin" zwischen 8.30 und 9 Uhr eine Wiederholung senden, wie der WDR bestätigte. Kurz davor war von den Beleuchtern bereits das Studio-Licht abgeschaltet worden. "Sie dürfen sich nicht wundern, aber in Köln wird wieder gestreikt. Deswegen zeigen wir Ihnen jetzt eine aufgezeichnete halbe Stunde", sagten die Moderatoren Anna Planken und Sven Lorig aus dem halbdunklen Studio.

Der Warnstreik soll Druck vor der vierten Runde der Tarifverhandlungen am Freitag machen: "Der WDR hat sich auch nach dritten Runde nicht bewegt", sagte DJV-Vertreter Volkmar Kah der dpa. Die Gewerkschaften wollen unter anderem, dass sich die Tarifsteigerungen beim WDR weiter am Öffentlichen Dienst orientieren. "Um einen erfolgreichen Abschluss zu erzielen, müssen sich beide Seiten aufeinander zu bewegen", sagte WDR-Verwaltungsdirektorin Katrin Vernau. "Weiterhin gilt: Wir sind bereit zu einer Lösung, die unserer Verantwortung gegenüber den Beitragszahlern in NRW gerecht wird."

Bereits im Juli gab es einen Streik beim "Moma"

Laut dem Streikaufruf der Gewerkschaften gilt der Warnstreik bis Mittwoch um 1 Uhr morgens. Die Auswirkungen würden sich im Laufe des Tages durch Ausfälle in verschiedenen Sendungen des WDR bemerkbar machen, sagte ein Verdi-Sprecher. Bereits im Juli hatte es einen Warnstreik beim WDR gegeben. Dabei waren Verdi-Mitglieder am Morgen ins Studio des ARD-"Morgenmagazins" marschiert, die Live-Sendung wurde eine Stunde lang ausgesetzt und ebenfalls eine Wiederholung gesendet.

jum/DPA