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ARD-"Deutschlandtrend" Union sackt auf schlechtesten Umfragewert seit einem Jahr

Vor einer dunkelblauen Wand mit hellblauen "CSU - näher am Menschen"-Logos steht Markus Söder an einem Rednerpult und spricht
Sehen Sie im Video: Bayerns Ministerpräsident Söder greift nach den Landtagswahlen den SPD-Vorsitzenden an.




Am Tag nach den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sagt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU):"Die Wahlen gestern waren ein schwerer Schlag in das Herz der Union. (SCHNITT) Denn eines ist seit gestern Abend klar, es gibt theoretische Mehrheiten jenseits der Union. Es gibt theoretische Mehrheiten jenseits der Union. Deswegen ist der Glaube, oder die Hoffnung, ein, zwei Prozent mehr oder weniger seien egal, die Union stelle auf jeden Fall den Kanzler, diese Überlegung jedenfalls, ist seit gestern Abend nicht mehr zu Hundert Prozent sicher. Das heißt, wir werden nicht mit dem Schlafwagen im September die Bundestagswahl bestehen können, sondern wir brauchen, für die Zeit jetzt, eine klare Richtung, eine klare Strategie. (SCHNITT)Um das Kabinett herum müssen die beiden Unionsparteien auch nochmal Teams für die Zukunft bilden, wo auch erkennbar ist, wer die Jüngeren sind, die dann auch nach der Bundestagswahl einbringen können und sich da entsprechend auch als nächste Generation entscheidend sind. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass nach 16 Jahren die Union keine Perspektive mehr für die Zukunft hätte. (SCHNITT) Also erstens einmal bei der Kanzlerkandidaten-Frage gibt's nichts Neues zu berichten. Wir werden uns dann zu gegebener Zeit darüber unterhalten und auch da die bestmöglichste Aufstellung suchen, die den gemeinschaftlich und geschlossenen Erfolg bietet. Es ist ja ganz wichtig, Geschlossenheit ist ganz entscheidend, und aber auch klar muss man machen, dass die Geschlossenheit bedeutet, es sind zwei Parteien, die dann zu einer gemeinsamen Linie finden wollen.(SCHOLZ) Und wo ich persönlich auch enttäuscht bin, dass die SPD fast ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl nahezu mutwillig das Vertrauen der gemeinsamen Regierungsarbeit beschädigt. Die Angriffe von dem SPD-Vorsitzenden sind unredlich. Und sind auch nicht akzeptabel und ich kann nur sagen Bei jeder Wirtschaftshilfe, bei jeder Wirtschaftshilfe ist der Finanzminister eins zu eins im Boot. Die Verspätung der Finanzhilfen bei Wirtschaft gehen nicht allein auf das Konto von Peter Altmaier, sondern fifty-fifty auf das Konto von Herrn Scholz. Und auch da muss ich sagen, wenn die SPD glaubt zu sagen, wir haben damit nichts zu tun, wird man die nächsten Wochen auch diese Umstände noch deutlicher rausstellen. Also da wird sich keiner rausmogeln können."
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Die Union verliert einer aktuellen Umfrage zufolge weiter an Zustimmung: Wäre am Sonntag Bundestagswahl, kämen CDU und CSU auf 29 Prozent der Wählerstimmen. In der K-Frage punktet CSU-Chef Markus Söder.

Die Union ist im neuen "Deutschlandtrend" des ARD-"Morgenmagazins" auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr gefallen. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die CDU/CSU 29 Prozent der Wählerstimmen bekommen – das ist der schlechteste Wert seit März 2020. Im Vergleich zum"Deutschlandtrend" von Anfang März verzeichnet die Union einen Verlust von vier Prozentpunkten in der Wählergunst.

Die Grünen wären mit 20 Prozent zweitstärkste Kraft. Für die SPD würden sich 17 Prozent entscheiden, für die AfD elf Prozent. Die Linke käme auf sieben Prozent der Stimmen, die FDP auf neun Prozent. Insgesamt käme die Regierungskoalition aus Union und SPD nur noch auf 46 Prozent der Stimmen. 

CSU-Chef Söder bevorzugter Kanzlerkandidat

In der Frage des Kanzlerkandidaten der Union liegt CSU-Chef Markus Söder in der Gunst der Wähler weit vorne. 51 der Befragten nannten Söder als ihren präferierten CDU/CSU-Kanzlerkandidaten. 78 Prozent der Unions-Anhänger gaben an, den bayerischen Ministerpräsidenten Söder für einen guten Unions-Kanzlerkandidaten zu halten. Für den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet sprechen sich aktuell 22 Prozent der Wahlberechtigten und 30 Prozent der Unions-Anhänger aus. 

Vor dem Hintergrund erster Lockerungen und steigender Infektionszahlen ist Bewegung in die Bewertung der Corona-Maßnahmen gekommen. 38 Prozent der Befragten halten der Umfrage zufolge die geltenden Einschränkungen aktuell für angemessen. Deutlich gestiegen auf nun 32 Prozent ist die Zahl derer, denen die Einschränkungen nicht weit genug gehen – dies ist ein Plus von zwölf Prozentpunkten. Jeder Vierte empfindet die geltenden Maßnahmen zur Pandemieeindämmung als zu weitgehend, ein Minus von fünf Prozentpunkten.

fs AFP

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