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Doodle für Wassily Kandinsky: Google als abstraktes Kunstwerk

Anlässlich des 148. Geburtstags von Wassily Kandinsky widmet die Suchmaschine Google dem Künstler ein passendes Doodle: Statt des bekannten Schriftzuges sieht der Nutzer ein abstrakte Kunst.

Der Google-Schriftzug ist kaum wiederzuerkennen: Statt der bunten sechs Buchstaben ist der Schriftzug als Kunstwerk dargestellt - und zwar so abstrakt, dass man den Namen der Suchmaschine nur mit viel Fantasie lesen kann.

Das expressionistische Bild soll an den russischen Künstler Wassily Kandinsky erinnern, der am 16. Dezember dieses Jahres 148 Jahre als geworden wäre. Der in Moskau als Sohn einer wohlhabenden Teehändlerfamilie geborene Maler, Grafiker und Kunsttheoretiker lebte und arbeitete auch in Deutschland und Frankreich. Er gilt als einer der Wegbereiter der abstrakten Kunst.

Promotion in Jura und Volkswirtschaft

Dabei studierte er ab 1886 an der Moskauer Universität zunächst Jura und Volkswirtschaft und promovierte sogar in diesen Fächern. Erst danach entwickelte er den Wunsch, Maler zu werden und zog nach München. Dort besuchte er zwei Jahre lang eine private Kunstschule und studierte an der Münchner Akademie bei Franz von Stuck.

Im Jahr 1901 war er an der Gründung der Künstlervereinigung "Phalanx" beteiligt, an deren Schule er unterrichtete. Mit einer seiner Schülerinnen, Gabriele Münter, hatte er später eine Liebesbeziehung und ging mit ihr auf Reisen.

Gründung des "Blauen Reiters"

Als 1909 die "Neue Künstlervereinigung" in München gegründet wurde, war Kandinsky gedanklich schon bei einer ganz neuen Kunstform: Inhalte sollten sich dabei vom Gegenstand lösen, Farben und Formen vollkommen frei verwendet werden. So entstand um 1911 das erst abstrakte Gemälde. Weil diese neue Form der Kunst jedoch nicht sofort überzeugen konnte, gründete Kandinsky gemeinsam mit Franz Marc aus Protest die Künstlergemeinschaft "Der Blaue Reiter", die selbst Ausstellungen organisierte und Schriften verfasste.

Einige Jahre später arbeitete Kandinsky als Kunstprofessor in Berlin und wurde kurz darauf ans Bauhaus in Weimar berufen. Ende 1933 zog er nach Neuilly-sur-Peine bei Paris, wo er am 13. Dezember 1944 starb.

kup