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Ariane Friedrich über ihr Vorgehen im Stalking-Fall: "Das war ein persönlicher Befreiungsschlag"

Die Veröffentlichung persönlicher Daten ihres Stalkers bei Facebook hatte Hochspringerin Ariane Friedrich Kritik eingebracht. Jetzt äußert sie sich erstmals zu dem Fall - und bittet um Verständnis.

Hochspringerin Ariane Friedrich hat erstmals zu dem Fall von sexueller Belästigung Stellung bezogen, gegen den sie sich im vergangenen Jahr zur Wehr gesetzt hatte. Nachdem der Fall nun juristisch abgeschlossen ist, bezeichnete sie ihr Vorgehen gegen den Stalker als "Befreiungsschlag". "Ich habe solche Sachen jahrelang erdulden müssen, ohne dass ich mich gewehrt habe. Das war für mich ein persönlicher Befreiungsschlag, einfach mal auf den Tisch zu hauen, zu sagen: Bis hierher und nicht weiter", sagte die 29-Jährige dem Magazin der Wochenzeitung "Die Zeit".

Der Mann hatte ihr ein Foto seines Geschlechtsteils gemailt, sie #link;ttp://www.stern.de/1816718.html;veröffentlichte daraufhin auf Facebook den vollen Namen# und Wohnort des Mannes. Die danach folgenden, gegen sie gerichteten Beschimpfungen anderer Facebook-Nutzer hätten sie sprachlos gemacht, sagte die Sportlerin. Die Sportlerin habe teilweise Angst gehabt, aus dem Haus zu gehen und sei nach dem Vorfall völlig am Ende gewesen.

Kritiker warfen Friedrich vor, dass sie als hauptberufliche Polizeikommissarin hätte wissen müssen, dass auch ein mutmaßlicher Täter Anspruch auf den Schutz seiner Privatsphäre hat. Sie habe jedoch nicht als Polizistin, sondern als Frau reagiert, entgegnete ihnen Friedrich: "Ich habe mich in meiner Würde als Frau verletzt gefühlt."

fle/AFP / AFP